Start 02 VIP unterer Block Toter 33-Jähriger bei Bedernau: Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Toter 33-Jähriger bei Bedernau: Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Der Weiler Kunzach bei Bedernau im Unterallgäu. Hier lebte der getötete 33-Jährige. - Foto: Pöppel

Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft halten sich weiterhin bedeckt. Nach dem Fund eines 33-Jährigen im Unterallgäu verdichten sich zwar die Hinweise, doch viele Fragen sind nach wie vor offen.

Nach dem Tod eines 33-jährigen Mannes bei Bedernau im Landkreis Unterallgäu geben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft bislang nur wenige Informationen preis. Fest steht nach Angaben der Polizei, dass der Mann an Karfreitag, 3. April 2026, tot aufgefunden wurde. Noch bis tief in die Nacht hinein sicherten Ermittler am Fundort Spuren. Anschließend wurde der Leichnam obduziert.

Die Obduktion ist inzwischen abgeschlossen. Nach vorliegenden Informationen soll sie den Ermittlern wichtige Erkenntnisse geliefert haben — auch zu einem möglichen Tatwerkzeug. Offizielle Details dazu nennen die Behörden bislang jedoch nicht.

Über die Osterfeiertage hinweg arbeiteten Beamte der Kriminalpolizei Memmingen intensiv an dem Fall. Spuren wurden gesichert, ausgewertet und mögliche Hintergründe beleuchtet. Im Fokus der Ermittlungen steht dabei auch das persönliche Umfeld des Opfers: Mit wem hatte der 33-Jährige Kontakt, wo gab es möglicherweise Konflikte, und was könnte ein mögliches Motiv gewesen sein?

Auffällig ist, wie zurückhaltend sich die Ermittlungsbehörden bislang äußern. Auch Anfragen von Journalisten und Redaktionen blieben weitgehend unbeantwortet. Zur Begründung hieß es sinngemäß, dass noch operative Maßnahmen liefen und längst nicht alle Spuren ausgewertet seien.

Am späten Freitagnachmittag, 11. April 2026, folgte dann eine weitere Entwicklung: Die Polizei teilte mit, dass bei einem 50-jährigen Tatverdächtigen durchsucht worden sei. Dabei handelt es sich um einen Nachbarn des toten 33-Jährigen.

Im Zuge der Durchsuchungsmaßnahmen stellte die Kriminalpolizei unter anderem einen Pkw zur Spurensicherung sicher. Zudem hielt sich die Kriminaltechnik längere Zeit in einer Werkstatt auf dem Anwesen auf. Wie in anderen Fällen von mutmaßlichen Tötungsdelikten üblich, dürften auch Datenträger, Navigationsgeräte, Mobiltelefone und weitere technische Geräte ausgewertet werden, um digitale Hinweise auf den Ablauf der Tat und mögliche Beteiligte zu gewinnen.

Trotz der Durchsuchung gilt für den 50-Jährigen uneingeschränkt die Unschuldsvermutung. Die Polizei bestätigte auf Nachfrage, dass bislang niemand im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen wurde.

Nun sind die erfahrenen Ermittler der eigens eingerichteten „EG Waldrand“ der Kriminalpolizei Memmingen gefordert. Stück für Stück müssen sie die vorhandenen Hinweise zusammensetzen, um das mutmaßliche Tötungsdelikt aufzuklären und den Verantwortlichen zu ermitteln. Spuren gibt es offenbar — entscheidend wird sein, wie schnell sie die Ermittler zu einem Täter führen.

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