Senior in Memmingen durch falsche Polizei betrogen

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In Memmingen ist ein Senior am Freitag, 10. April 2026, Opfer eines perfiden Telefonbetrugs geworden. Die Täter gaben sich als Polizeibeamte aus und erbeuteten einen mittleren fünfstelligen Bargeldbetrag.

Nach Angaben der Polizei meldeten sich die Täter zwischen 17 Uhr und 20 Uhr telefonisch bei dem Mann und behaupteten, sein Sohn sei in einen Verkehrsunfall verwickelt worden und liege nun im Krankenhaus. Für die medizinische Behandlung müsse der Senior dringend Geld bezahlen.

Im weiteren Verlauf wurde vereinbart, dass ein angeblicher Polizeibeamter das Geld direkt an der Wohnung des Seniors abholt. Zwischen 18 Uhr und 20 Uhr erschien schließlich ein etwa 30 Jahre alter, rund 1,80 Meter großer Mann an der Wohnanschrift. Er war mit dunkler Kleidung und weißen Schuhen bekleidet und nahm das Bargeld entgegen.

Anschließend verließ der Geldabholer die Wohnung in unbekannte Richtung.

Erst nachdem Angehörige den Betrug bemerkten, wurde Anzeige bei der Polizeiinspektion Memmingen erstattet. Gemeinsam mit dem Kriminaldauerdienst Memmingen wurden erste Ermittlungen aufgenommen. Die weitere Sachbearbeitung liegt nun bei der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen.

Die Polizei bittet nun um Hinweise: Wer am Freitag, 10. April 2026, zwischen 17 Uhr und 20 Uhr in der Nansenstraße oder in den umliegenden Straßen Schweitzerstraße, Dunantstraße und Brandströmweg verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, soll sich unter der Telefonnummer 08331 / 100-0 an die Polizei Memmingen wenden.

Die Kriminalpolizei warnt in diesem Zusammenhang erneut eindringlich vor dieser Betrugsmasche. Bei Anrufen, in denen unter Druck Geld gefordert wird, sollte man grundsätzlich skeptisch sein. Im Zweifel gilt: auflegen und sofort selbst den Notruf 110 wählen.

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