Nach einem Messerangriff auf eine 38-jährige Frau in Biberach an der Riß ermittelt die Kriminalpolizei gegen einen 17-Jährigen wegen versuchten Mordes. Der Jugendliche sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Nach bisherigen Ermittlungen sprach der 17-Jährige die Frau am Dienstagabend, 07.04.2026 im Bereich der Rosenstraße zunächst an und bat um eine Wegbeschreibung. Als sich die 38-Jährige gestikulierend zur Seite drehte, soll der Jugendliche plötzlich ein Messer gezogen und in ihre Richtung gestochen haben.
Die Frau konnte dem Angriff rechtzeitig ausweichen und rief um Hilfe. Eine vorbeikommende Radfahrerin reagierte geistesgegenwärtig, sprach den Tatverdächtigen lautstark an und nahm die Verfolgung auf, als dieser zu Fuß flüchtete. Nach kurzer Flucht konnte sie den Jugendlichen zur Aufgabe bewegen und den Notruf absetzen.
Einsatzkräfte des Polizeireviers Biberach an der Riß nahmen den 17-Jährigen schließlich fest. Bei ihm stellten die Beamten neben dem mutmaßlichen Tatmesser weitere Beweismittel sicher.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg wurde der deutsche Tatverdächtige am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Mordes und setzte ihn in Vollzug. Anschließend wurde der 17-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Die weiteren Ermittlungen hat inzwischen das Kriminalkommissariat Ravensburg übernommen. Hintergrund ist das sogenannte Wohnortprinzip, das bei jugendlichen Tatverdächtigen greift. Da der 17-Jährige im Landkreis Ravensburg wohnt, wird das Verfahren nun dort geführt.
Noch unklar ist, ob die angegriffene 38-Jährige dem Jugendlichen möglicherweise persönlich bekannt war oder ob sie zufällig angesprochen wurde. Genau das ist derzeit Gegenstand der laufenden kriminalpolizeilichen Ermittlungen.









