A96 bei Wangen: Alkoholisierter liefert sich Verfolgungsfahrt mit Polizei

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Eine spektakuläre Verfolgungsfahrt hat sich am Montagabend, 6. April 2026, auf der A96 zwischen dem Bodenseeraum und dem Allgäu abgespielt. Ein 36-jähriger Mercedes-Fahrer flüchtete vor einer Polizeikontrolle, fuhr mit massiv überhöhter Geschwindigkeit über die Autobahn und wurde schließlich bei Leutkirch gestoppt. Gegen den Mann laufen nun mehrere Strafverfahren.

Nach Angaben der Polizei wollte eine Streife der Bundespolizei den Fahrer im Bereich der Anschlussstelle Sigmarszell in Fahrtrichtung München kontrollieren. Der 36-Jährige ignorierte jedoch die Haltesignale und beschleunigte stattdessen.

Während seiner Flucht war der Mann teils mit deutlich über 160 km/h unterwegs. Er nutzte mehrere Fahrspuren, fuhr auch über den Pannenstreifen und verließ zwischenzeitlich sogar die Autobahn, um anschließend erneut auf die A96 in Richtung München aufzufahren. Außerdem bremste er laut Polizei immer wieder stark ab, offenbar um die Polizeistreife abzuschütteln.

Im Bereich des Tunnels Herfatz kam es während der Flucht zudem zu einer Kollision mit dem VW Passat eines anderen Verkehrsteilnehmers. Dabei wurde der Außenspiegel des Wagens gestreift.

Noch während ein Polizeihubschrauber zur Unterstützung angefordert wurde, gelang es Beamten der Bundespolizei gemeinsam mit einer Streife des Polizeireviers Leutkirch, den 36-Jährigen im Bereich der Anschlussstelle Leutkirch-West zu stoppen und festzunehmen.

Wie sich bei der Kontrolle herausstellte, war der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Zudem stand er erheblich unter Alkoholeinfluss. Ein Atemalkoholvortest ergab einen Wert von deutlich über zwei Promille.

Darüber hinaus fanden die Beamten in der Sporttasche des Mannes eine kleinere Menge Testosteron, die sichergestellt wurde. Im Anschluss musste der 36-Jährige eine Blutprobe in einem Krankenhaus abgeben. Der Mercedes wurde abgeschleppt.

Gegen den Fahrer wird nun unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie wegen eines Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz ermittelt.

Die Verkehrspolizei Kißlegg bittet Zeugen, die die Flucht beobachtet haben oder durch die gefährliche Fahrweise des Mercedes-Fahrers möglicherweise gefährdet wurden, sich unter der Telefonnummer 07563/9099-0 zu melden.

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