In Egg an der Günz ist ein Senior am Samstagabend, 4. April 2026, Opfer eines perfiden Telefonbetrugs geworden. Ein falscher Polizeibeamter erbeutete dabei Goldmünzen, Schmuck und Bargeld. Der Schaden liegt nach ersten Angaben im niedrigen sechsstelligen Bereich.
Nach Angaben der Polizei meldeten sich die Täter zwischen 21 Uhr und 22 Uhr telefonisch bei dem Mann und gaben sich als Kriminalpolizeibeamte aus. Sie behaupteten, nach einem Einbruch in der Nachbarschaft in Egg an der Günz Täter festgenommen zu haben. Dabei sei eine Liste mit der Adresse des Seniors als mögliches Ziel eines weiteren Einbruchs gefunden worden. Um den Mann zu schützen, müsse die Polizei nun umgehend seine gesamten Wertsachen sicherstellen.
Die Betrüger traten laut Polizei so überzeugend auf, dass der Senior die Täuschung nicht erkannte und den Angaben Glauben schenkte.
Im genannten Zeitraum erschien schließlich ein bislang unbekannter Mann am Wohnhaus des Opfers in der Waldstraße. Der Täter wird als etwa 185 bis 190 Zentimeter groß beschrieben. Er trug eine dunkle Schirmmütze, einen dunklen Mantel, dunkle Turnschuhe sowie eine Mund-Nasen-Maske.
In der Wohnung übergab der Senior dem falschen Polizeibeamten seine Wertgegenstände, darunter Goldmünzen, Schmuck und Bargeld. Erst nachdem sich das Opfer an Angehörige wandte, wurde der Betrug erkannt. Zu diesem Zeitpunkt war der Täter bereits geflüchtet.
Die erste Aufnahme übernahm die Polizeiinspektion Memmingen, die weiteren Ermittlungen führt der Kriminaldauerdienst Memmingen.
Die Polizei bittet um Hinweise: Wer am Samstag, 4. April 2026, zwischen 21 Uhr und 22 Uhr in der Waldstraße in Egg an der Günz verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 08331/1000 bei der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen zu melden.
Die Kriminalpolizei warnt in diesem Zusammenhang erneut eindringlich: Weder Polizei noch Justiz sichern Vermögenswerte, um vor Einbrüchen zu schützen. Geld und Wertsachen sollten niemals an unbekannte Personen übergeben werden.









