Beim sogenannten Car-Friday, 03.04.2026 hat die Polizei im Raum Ulm gezielt Raser, Poser und Tuner kontrolliert. Dabei wurden zwei mutmaßliche illegale Kraftfahrzeugrennen festgestellt. Insgesamt zieht das Polizeipräsidium Ulm nach dem Kontrolltag dennoch eine überwiegend positive Bilanz.
Der Karfreitag gilt in der Tuning- und Autoszene traditionell als Auftakt in die Saison. Zahlreiche Autoliebhaber holen an diesem Tag ihre Fahrzeuge aus der Garage. Unter den vielen technisch veränderten Autos befanden sich laut Polizei auch einige „schwarze Schafe“, bei denen Umbauten nicht eingetragen waren oder die Fahrzeuge nicht verkehrssicher waren.
Die Spezialisten des Polizeipräsidiums Ulm überprüften am Karfreitag insgesamt 270 Fahrzeuge. Bei 28 Fahrzeugen wurden Mängel festgestellt, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten und ein Bußgeld nach sich ziehen. Neun Fahrzeuge waren nach Angaben der Polizei sogar verkehrsunsicher. In diesen Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt.
Ein Tuning-Treffen in Ertingen bei Riedlingen verlief laut Polizei ohne besondere Vorkommnisse und im Rahmen der auferlegten Beschränkungen.
Besonderes Augenmerk legten die Einsatzkräfte auf Raser und Poser, die den Car-Friday seit Jahren nutzen, um mit gefährlichem Verhalten im Straßenverkehr aufzufallen. Diese Gruppe sei klar von legalen Tunern und Autoliebhabern abzugrenzen, betont die Polizei.
Mit Unterstützung des Polizeipräsidiums Einsatz konnte das Polizeipräsidium Ulm zwei besonders riskante Fahrmanöver mit stark überhöhter Geschwindigkeit beobachten. Gegen die Fahrer wird nun wegen des Verdachts der Teilnahme an einem illegalen Kraftfahrzeugrennen ermittelt. Die Führerscheine wurden sichergestellt, in einem Fall wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ulm auch das Fahrzeug beschlagnahmt.
Darüber hinaus stellten die Beamten zwei alkoholisierte Fahrer fest. In einem weiteren Fall zeigte ein Verkehrsteilnehmer einen gefälschten Führerschein vor. Die Polizei ermittelt daher unter anderem wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und Urkundenfälschung.
Insgesamt fällt die Bilanz des Polizeipräsidiums Ulm trotz einzelner erheblicher Verstöße positiv aus. Die Kontrollen, insbesondere im Bereich Poser- und Raserszene, sollen im Laufe des Jahres fortgesetzt werden. Die Polizei macht deutlich, dass derartiges Verhalten im öffentlichen Straßenverkehr keinen Platz hat und konsequent verfolgt wird.







