Ein schwerer Verkehrsunfall mit sechs beteiligten Fahrzeugen hat am Karfreitag, 3. April 2026, den Osterverkehr auf der A8 zwischen Ulm-West und Ulm-Ost massiv beeinträchtigt. Die Autobahn musste für rund zwei Stunden vollständig gesperrt werden. Zeitweise bildete sich ein Rückstau von bis zu 20 Kilometern.
Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 23-jähriger Fahrer eines VW-Busses gegen 10.40 Uhr auf der A8 in Richtung München unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Ulm-West und Ulm-Ost stockte der Verkehr. Der junge Mann erkannte dies offenbar aus Unachtsamkeit zu spät und fuhr ungebremst auf den nahezu stehenden Audi einer 35-jährigen Frau auf.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Audi nach vorne geschleudert. Vier weitere Fahrzeuge, die vor dem Audi ebenfalls bereits verkehrsbedingt gebremst hatten, wurden in den Unfall verwickelt und zusammengeschoben.
Die 35-jährige Audi-Fahrerin prallte mit ihrem Wagen gegen die Leitplanke, schleuderte quer über die Fahrbahn und kam schließlich auf dem Standstreifen zum Stillstand. Ein 27-jähriger Mercedes-Fahrer, der vor dem Audi unterwegs war, blieb mit seinem Fahrzeug quer auf der Fahrbahn stehen. Zwei VW und ein weiterer Mercedes kamen ebenfalls auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen.
Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz und sicherte die Unfallstelle ab. Wegen der verkeilten Fahrzeuge und der umfangreichen Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste die A8 für rund zwei Stunden komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Ulm-West ausgeleitet.
Nach ersten Ermittlungen wurden bei dem Unfall insgesamt zehn Personen leicht verletzt. Alle Betroffenen wurden mit Rettungswagen in umliegende Kliniken gebracht.
Der Gesamtschaden wird derzeit auf rund 150.000 Euro geschätzt. Sämtliche beteiligten Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Die Autobahnmeisterei war vor Ort und reinigte die stark verschmutzte Fahrbahn.
Der Verkehrsdienst Mühlhausen übernahm die Unfallaufnahme. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.








