Schneeglätte im Allgäu: Zahlreiche Unfälle auf Straßen in Kempten und Oberallgäu

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Der Wintereinbruch hat im Allgäu zu einer ganzen Reihe von Verkehrsunfällen aufgrund von Schneeglätte geführt. Betroffen waren unter anderem Waltenhofen, Ofterschwang, Sonthofen, Sigishofen, Fischen, Immenstadt, Oberstaufen, Oberstdorf und Kempten. Neben zahlreichen Blechschäden gab es auch mehrere leicht verletzte Personen und teils erheblichen Sachschaden.

Frontalzusammenstoß bei Waltenhofen

Bereits am Montag gegen 17.20 Uhr kam es auf der OA2 in Richtung Niedersonthofen zu einem schweren Unfall. Ein 66-jähriger Autofahrer geriet vermutlich wegen Schneeglätte auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen. Sein Fahrzeug kam anschließend im Straßengraben zum Liegen. Der Mann und seine Beifahrerin blieben unverletzt, die Fahrerin des anderen Autos wurde jedoch leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Unfall bei winterlichen Straßenverhältnissen in Ofterschwang

Am Montagnachmittag kam es auch in Ofterschwang zu einem Unfall. Ein 32-jähriger Autofahrer geriet in einer Linkskurve auf der schneebedeckten Straße ins Rutschen und prallte gegen eine Mauer. Verletzt wurde niemand. Der Schaden wird auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag geschätzt.

Mehrere Glätteunfälle in Sonthofen, Sigishofen und Fischen

Auch in Sonthofen, Sigishofen und Fischen häuften sich die Unfälle aufgrund des starken Schneefalls. In Sonthofen fuhr eine 23-jährige Autofahrerin auf der B19 auf ein vorausfahrendes Fahrzeug auf, weil sie nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Es entstand ein Schaden im niedrigen dreistelligen Bereich.

Am Montagabend fuhr ein 22-jähriger Autofahrer ebenfalls auf seinen Vordermann auf, nachdem er auf glatter Fahrbahn nicht mehr rechtzeitig anhalten konnte. Auch hier blieb es bei einem Blechschaden.

In Fischen rutschte am Dienstagmorgen ein 18-jähriger Fahrer mit seinem Auto in einen Weidezaun und beschädigte mehrere Zaunpfähle. Verletzt wurde niemand.

Immenstadt: Zwei Unfälle auf glatten Straßen

In Immenstadt ereigneten sich am Montag gleich zwei Unfälle. Eine 32-jährige Autofahrerin war auf der B19 unterwegs und wollte an der Ausfahrt Immenstadt Nord/Thanners abfahren. In einer Rechtskurve verlor sie auf schneeglatter Fahrbahn vermutlich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle und prallte gegen die Schutzplanke. Sie blieb unverletzt, der Schaden beträgt rund 8.000 Euro.

Ein weiterer Unfall ereignete sich im Ortsteil Seifen. Dort geriet ein 40-jähriger Autofahrer auf Höhe der Abzweigung An der Illerau ins Rutschen und prallte frontal gegen eine Grundstücksmauer. Auch er blieb unverletzt. Am Auto und an der Mauer entstand ein Schaden von rund 11.000 Euro.

Oberstaufen: Zusammenstoß mit Räumfahrzeug

In Oberstaufen kam es am Montagabend zu einem Unfall mit einem Räumfahrzeug. Ein 57-jähriger Autofahrer war auf der St2005 zwischen Oberstaufen und Weißach unterwegs und fuhr an einem stehenden Räumfahrzeug vorbei. Dabei kam es zum seitlichen Zusammenstoß mit dem Räumschild. Der Schaden wird auf etwa 15.000 Euro geschätzt.

Oberstdorf: Auto überschlägt sich auf schneebedeckter Fahrbahn

Auch im Bereich Oberstdorf meldete die Polizei zwei Verkehrsunfälle wegen des starken Schneefalls. Gegen 16.05 Uhr kam eine 39-jährige Autofahrerin auf der B19 zwischen Langenwang und Oberstdorf auf der schneebedeckten Straße ins Rutschen und prallte gegen ein Brückengeländer. Der Schaden beläuft sich auf etwa 3.000 Euro.

Nur kurze Zeit später, gegen 17.15 Uhr, kam ein 34-jähriger Autofahrer auf der B19 von Kornau in Richtung Oberstdorf in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer blieb unverletzt, am Auto entstand Sachschaden in Höhe von rund 10.000 Euro.

Wintereinbruch sorgt für weitere Unfälle in Kempten und Oberallgäu

Der Wintereinbruch führte auch in weiteren Teilen von Kempten und dem Oberallgäu zu zahlreichen Unfällen. Eine 19-jährige Fahrerin kam auf der Strecke von Wiggensbach nach Kimratshofen von der Straße ab und prallte gegen eine Schutzplanke. Sie wurde leicht verletzt. Der Schaden liegt bei rund 10.000 Euro, die Straße war rund eineinhalb Stunden gesperrt.

Auf der B19 bei Immenstadt-Stein geriet ein 39-jähriger Fahrer ins Rutschen und prallte gegen ein Verkehrszeichen. Hier entstand ein Sachschaden von rund 6.500 Euro.

Zwischen Probstried und Wohlmuth kam eine 24-jährige Fahrzeugführerin von der Fahrbahn ab und landete mit ihrem Auto in einer Wiese. Der Schaden beträgt rund 2.500 Euro.

Besonders heftig war ein Unfall bei Weitnau auf der B12. Eine 58-jährige Autofahrerin geriet ins Schleudern und stieß mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen. Drei Insassen wurden leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von rund 15.000 Euro.

Auf der A7 bei Sulzberg hatte eine 28-jährige Autofahrerin mit bereits montierten Sommerreifen auf dem Seitenstreifen angehalten. Ein nachfolgender 29-jähriger Fahrer musste bremsen, kam ins Schleudern und prallte gegen das stehende Fahrzeug. Der Schaden liegt bei rund 10.000 Euro.

Nahe Waltenhofen auf der A980 verlor ein 21-jähriger Autofahrer vermutlich wegen nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Wagen und prallte gegen die Schutzplanken. Der Schaden beträgt hier rund 16.500 Euro.

Eine 56-jährige Autofahrerin überfuhr zudem aus Unachtsamkeit von der Polizei aufgestelltes Absicherungsmaterial. Dabei entstand ein Schaden von rund 300 Euro.

Abschließend landete ein 23-jähriger Fahrer mit seinem Mietwagen zwischen Dietmannsried und Überbach in einer angrenzenden Wiese auf der Seite. Auch hier war Schneeglätte die Ursache. Der Sachschaden beträgt rund 20.000 Euro.

Polizei mahnt zu angepasster Fahrweise

Die Vielzahl der Unfälle zeigt, wie gefährlich winterliche Straßenverhältnisse im Allgäu derzeit sind. Schnee, Matsch und Glätte führten innerhalb kurzer Zeit zu zahlreichen Einsätzen für Polizei, Rettungsdienst und Abschleppunternehmen. In vielen Fällen geht die Polizei davon aus, dass die Geschwindigkeit nicht an die Straßenverhältnisse angepasst war.

Mehrere der beteiligten Fahrerinnen und Fahrer müssen nun mit Anzeigen, Bußgeldern und Punkten in Flensburg rechnen.

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