Geldautomaten-Serie: 40-jähriger Rumäne nach Flucht über A96 festgenommen – Haftbefehl erlassen

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Nach dem gescheiterten Diebstahl eines Geldautomaten aus einer Bankfiliale in Arnach (Bad Wurzach) hat die Polizei einen 40-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Laut Ermittlern der Kriminalpolizei Friedrichshafen gibt es Parallelen zu einer Straftatenserie mit ähnlicher Tatausführung in Bayern, die mutmaßlich denselben Tätern zuzuordnen ist. Neben der Tat in Arnach sollen nach ersten Erkenntnissen auch der Diebstahl eines Fahrzeugs in derselben Nacht in Diepoldshofen sowie ein Einbruch in eine Spielothek in Baienfurt im Februar auf das Konto der Täter gehen. Die weiteren Ermittlungen zu der gut ein Dutzend Taten umfassenden Serie sowie zu einem Komplizen dauern an.

Zivile Streife beobachtet verdächtiges Verhalten an Tankstelle – Flucht folgt

Am Sonntag, 08.03.2026, gegen 23:50 Uhr, beobachtete eine zivile Streifenbesatzung der Polizeiinspektion 29 (Forstenried bei München) einen Opel mit Friedberger Kennzeichen, der auf das Gelände einer bereits geschlossenen Tankstelle fuhr. Im Auto saßen zu diesem Zeitpunkt zwei Personen.

Einer der Insassen stieg vollmaskiert aus, inspizierte kurz das Gelände und stieg dann wieder ein. Als der Wagen beim Verlassen kontrolliert werden sollte, flüchteten die Insassen mit stark überhöhter Geschwindigkeit.

Mehrere Streifen wurden zur Unterstützung hinzugezogen. Die Flucht führte über die A96 und anschließend in das Gewerbegebiet Freiham Süd. Dort stellten die Tatverdächtigen das Auto ab und flüchteten zu Fuß. Im Rahmen der Fahndung konnte ein Insasse, ein 40-jähriger rumänischer Staatsangehöriger ohne festen Wohnsitz in Deutschland, vorläufig festgenommen werden.

Gestohlener Opel aus Einfamilienhaus – mutmaßlich für Automaten-Coup genutzt

Erste Ermittlungen ergaben, dass der Opel zwischen Samstag, 07.03.2026, 19:30 Uhr und Sonntag, 08.03.2026, 08:20 Uhr im Landkreis Aichach-Friedberg entwendet wurde. Unbekannte Täter drangen demnach in ein Einfamilienhaus ein und stahlen den Pkw. Mit dem Fahrzeug sollen die Täter versucht haben, in die Tankstelle einzubrechen, um den dortigen Geldautomaten aus der Verankerung zu reißen und anschließend zu stehlen.

Der Festgenommene wurde nach Abschluss der Maßnahmen in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Am Dienstag, 10.03.2026, wurde er dem Ermittlungsrichter vorgeführt – Haftbefehl wurde erlassen.

Bezug: Ähnlicher Fall in Unterschleißheim – VW Golf zuvor in Memmingen gestohlen

Wie bereits berichtet, kam es am Montag, 02.03.2026, gegen 01:00 Uhr, zu einer ähnlichen Tatausführung in Unterschleißheim: Zwei Täter versuchten zunächst, über eine Zugangstür in eine Tankstelle einzudringen. Als das scheiterte, fuhren sie mit einem VW durch die Glastür. Im Verkaufsraum befestigten sie ein Abschleppseil an einem Cash-Geldautomaten und versuchten, ihn aus der Verankerung zu reißen – ohne Erfolg. Die Täter flüchteten ohne Beute.

Die am Auto angebrachten Kennzeichen konnten einem Kennzeichendiebstahl in Schwabmünchen zugeordnet werden. Der genutzte VW Golf war rund zwei Wochen zuvor in Memmingen entwendet worden – ebenfalls nachdem zuvor ein Schlüssel aus einem Einfamilienhaus gestohlen worden war.

Ob die nun festgenommenen bzw. flüchtigen Täter auch für die Tat in Unterschleißheim in Frage kommen, ist Bestandteil der laufenden Ermittlungen. Diese werden vom Kommissariat 52 der Münchner Kriminalpolizei geführt.

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