Nach dem SEK-Einsatz in Bruckmühl gibt es neue, schwerwiegende Erkenntnisse: Die Polizei fand am Abend des 7. März 2026 eine weibliche Leiche. Inzwischen steht fest, dass es sich um die vermisste 71-jährige Frau handelt. Ein 42-jähriger Deutscher aus München steht im Verdacht, die Frau getötet zu haben. Der Mann befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft.
Parallel dazu wurde der ebenfalls vermisste 82-jährige Ex-Ehemann der Frau am Sonntagabend in der Wohnung des Tatverdächtigen in München aufgefunden – gefesselt und mit schweren Verletzungen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, sein Zustand gilt laut Ärzten als stabil.
Leichenfund im Bach nach Durchsuchung des Wohnhauses
Wie berichtet, war am Samstag gegen 12:10 Uhr über die Polizeiinspektion Bad Aibling eine verdächtige Wahrnehmung gemeldet worden. Dabei ging es um den ungeklärten Aufenthaltsort eines 82-jährigen Deutschen und einer 71-jährigen chinesischen Staatsangehörigen, die gemeinsam ein Anwesen in Bruckmühl bewohnten.
Da eine Gefährdung für die Einsatzkräfte nicht ausgeschlossen werden konnte, überprüften Spezialeinsatzkräfte das Haus am Abend des 7. März – ohne Personen anzutreffen. Kurz darauf wurde im Zuge weiterer Maßnahmen in einem an das Anwesen angrenzenden Bach eine zunächst unbekannte weibliche Leiche gefunden. Die Frau wurde später als die vermisste 71-Jährige identifiziert. Rechtsmedizinische Untersuchungen liefern konkrete Anhaltspunkte, dass sie gewaltsam zu Tode kam.
Tatverdacht gegen 42-Jährigen – SOKO „Bach“ eingerichtet
Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich ein Tatverdacht gegen einen 42-jährigen Mann aus München. Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein (Zweigstelle Rosenheim) ermittelt die Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Noch in der Nacht zum Sonntag wurde die Sonderkommission „Bach“ eingerichtet. Sie umfasst nach Angaben der Ermittler rund 35 Beamtinnen und Beamte; zudem sind Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts beteiligt.
Festnahme in München – Vermisster 82-Jähriger befreit
Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich der 82-Jährige in der Gewalt des Tatverdächtigen befindet, erfolgte am Sonntagabend die Festnahme an dessen Wohnadresse in München durch Spezialeinsatzkräfte. In der Wohnung fanden die Beamten den 82-Jährigen gefesselt auf. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Haftbefehl erlassen – Ermittlungen laufen weiter
Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag gegen den 42-Jährigen. Am Montag, 09.03.2026, wurde er dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Die Aufklärung der Todesumstände der 71-jährigen Frau sowie die Hintergründe rund um den 82-Jährigen sind nun Gegenstand umfangreicher Ermittlungen. Im Fokus stehen unter anderem digitale Spuren, kriminaltechnische Auswertungen und Zeugenvernehmungen.
Wichtig: Es gilt die Unschuldsvermutung.








