Ermittler suchen nach Tatwaffe: Obduktion im Steinheimer Tötungsdelikt abgeschlossen

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Im Fall des getöteten Ehepaars in Memmingen-Steinheim sind die rechtsmedizinischen Untersuchungen abgeschlossen. Die Ergebnisse der Obduktion sollen den Ermittlern nun genauere Hinweise auf die verwendete Tatwaffe geben, die bislang nicht aufgefunden werden konnte. Das konnte aus Polizeikreisen in Erfahrung gebracht werden. Um welche Art von „Waffe“ bzw. „Tatwerkzeug“ es sich handelt, dazu schweigen Staatsanwaltschaft und Ermittler.

Das Ehepaar war am Mittwochabend, 18. Februar 2026, in einem Einfamilienhaus im Ortsteil Steinheim tot entdeckt worden. Bereits die ersten Maßnahmen der Polizeiinspektion Memmingen und des Kriminaldauerdienstes erhärteten den Verdacht eines Tötungsdelikts. Daraufhin übernahm das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen die weiteren Ermittlungen.

Spurensuche geht weiter. Im Fokus liegt die Tatwaffe. – Foto: Pöppel

Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

In den Morgenstunden nach dem Fund nahm die Polizei einen 45-jährigen Tatverdächtigen mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften (SEK) vorläufig fest. Ihm wird nach Angaben der Ermittler Mord in zwei Fällen vorgeworfen. Der Mann wurde dem Amtsgericht Memmingen vorgeführt; die Ermittlungsrichterin erließ den von der Staatsanwaltschaft Memmingen beantragten Haftbefehl und setzte ihn in Vollzug. Der Tatverdächtige befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Nach aktuellem Stand bestand zwischen dem Tatverdächtigen und den beiden Opfern eine familiäre Vorbeziehung. Das mutmaßliche Motiv liege „im persönlichen Bereich“, weitere Details könnten derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt werden, so die KPI Memmingen.

Container wurden am Donnerstagmorgen geleert. Polizeikräfte durchsuchen Recyclingabfälle beim Entsorgungsbetrieb. – Foto: Pöppel

Suche in Entsorgungsbetrieb – Container wurden geleert

Da die Tatwaffe weiterhin fehlt, suchen die Ermittler auch abseits des Tatorts nach möglichen Spuren. Bereits am Donnerstag, 19. Februar 2026, waren Kräfte der Bereitschaftspolizei in Memmingen in einem Entsorgungsbetrieb im Einsatz. Hintergrund: Die Container in der Nähe des Wohnhauses – darunter für Altkleider, Altglas und Papier – waren am Donnerstagmorgen geleert worden. Die Maßnahme sollte klären, ob Beweismittel entsorgt worden sein könnten.

Für die Aufklärung des Verbrechens richtete die Kriminalpolizeiinspektion Memmingen zudem die Ermittlungsgruppe „EG Fenster“ ein. In einer Korrektur stellten die Ermittler außerdem klar: Bei einem Opfer handelte es sich nicht – wie zunächst angegeben – um einen 62-jährigen, sondern um einen 72-jährigen Mann; die Ehefrau war 68 Jahre alt.

Tatort digital rekonstruiert

Zur Unterstützung der Ermittlungen wurde das Wohnhaus nach Angaben der Polizei außerdem vom Bayerischen Landeskriminalamt (BLKA) mit moderner 3D-Technik vermessen. Mithilfe einer virtuellen Rekonstruktion können Ermittler den Tatort digital begehen und Details wiederholt überprüfen.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen an.


Steinheim bei Memmingen: Ermittlungen nach Tötungsdelikt dauern an – Doppelmord

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