Am 15. Februar 2026 hat sich am Stubaier Gletscher ein tödlicher Lawinenunfall ereignet. Zwei 37-jährige Österreicher, die von einem Snowboardausflug nicht wie vereinbart zurückkehrten, wurden nach einer groß angelegten Suche verschüttet geborgen. Eine Notärztin konnte jedoch nur noch den Tod der beiden Männer feststellen. (Presseaussendung der Polizei Tirol)
Vermisst gemeldet: Anzeige am Abend, Auto am Parkplatz gefunden
Gegen 17:50 Uhr erstattete eine Österreicherin Anzeige bei der Polizei, nachdem die beiden Snowboarder vom Stubaier Gletscher nicht zurückgekehrt waren. Im Zuge der Ermittlungen wurde gegen 18:55 Uhr das Fahrzeug eines der Männer am Parkplatz des Skigebiets „Stubaier Gletscherbahnen“ gefunden.
Da Abklärungen im Bereich der Talstation und umliegender Einkehrmöglichkeiten ohne Ergebnis blieben, starteten die Einsatzkräfte eine umfangreiche Suche.
Großangelegte Suchaktion mit Drohnen und Hubschrauber
Um 19:30 Uhr wurde eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet – mit Bergrettung Neustift, Hundeführern der Bergrettung Tirol, der Freiwilligen Feuerwehr Neustift, mehreren Drohnen, dem Polizeihubschrauber sowie der Alpinpolizei.
Eine parallel durchgeführte Handypeilung ergab einen Suchbereich zwischen der Dresdner Hütte und der Talstation Gamsgarten.
Lawinenabgang bei „Mutterbergl“: Zwei Spuren am Anriss
Mithilfe von Drohnenbildern wurde im Zuge der Suche festgestellt, dass es im freien Skiraum im Bereich „Mutterbergl“ auf 2.115 Metern Seehöhe zu einem Lawinenabgang gekommen war. Im Bereich des Lawinenanrisses stellten die Einsatzkräfte zwei Einfahrtsspuren fest. Die Sturzbahn der Lawine erstreckte sich über rund 300 Höhenmeter.
LVS-Signale am Lawinenkegel – beide Männer tot geborgen
Gegen 21:30 Uhr konnten Einsatzkräfte am Lawinenkegel zwei LVS-Signale lokalisieren. Unmittelbar danach wurden die beiden Snowboarder von der Bergrettung geborgen. Trotz der schnellen Rettungsmaßnahmen konnte die Notärztin nur noch den Tod der beiden Männer feststellen.








