Nachdem am 05. Februar 2026 eine stark mumifizierte Leiche in einem Doppelhaus in Ruhmannsfelden (Landkreis Regen) entdeckt wurde, liegen nun die ersten Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchung vor. Der Fall wirft ein düsteres Licht auf die Lebensumstände in dem Wohnhaus.
Obduktionsergebnis: Kein Hinweis auf Gewaltverbrechen
Die von der Staatsanwaltschaft Deggendorf beantragte Obduktion brachte erste Erkenntnisse, lässt jedoch viele Fragen offen. Nach dem vorläufigen Ergebnis liegen keine Hinweise auf ein Tötungsdelikt vor. Aufgrund des fortgeschrittenen Zustands der Mumifizierung konnte eine exakte Todesursache allerdings nicht mehr festgestellt werden.
Jahre unentdeckt im Wohnhaus
Besonders schockierend ist der geschätzte Zeitraum, in dem die Verstorbene unbemerkt im Haus lag. Zwar lässt sich der genaue Todeszeitpunkt nicht mehr taggenau bestimmen, die Experten gehen jedoch davon aus, dass die Frau bereits mehrere Jahre verstorben war. Warum der Tod so lange unbemerkt blieb, ist nun Teil der weiteren Untersuchungen.
Ermittlungen wegen Rentenbetrugs gegen die Tochter
Im Fokus der Ermittler steht nun die 82-jährige Tochter der Verstorbenen. Sie hatte bis zum Fund der Leiche in demselben Haus gelebt. Nach Bekanntwerden des Vorfalls begab sich die Seniorin in eine Fachklinik.
Die Kriminalpolizeistation Deggendorf und die Staatsanwaltschaft ermitteln nun in eine konkrete Richtung:
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Es besteht der Verdacht des Betrugs.
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Die 82-Jährige soll mutmaßlich die Rentenzahlungen der verstorbenen Mutter über Jahre hinweg unrechtmäßig weiter bezogen haben.
Der Fall erinnert an ähnliche Vorkommnisse, bei denen Angehörige aus finanzieller Not oder psychischen Ausnahmesituationen den Tod von Mitbewohnern verschweigen. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und zur Schadenshöhe dauern an.









