Eine 75-jährige Frau aus dem Landkreis Neu-Ulm ist Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden und hat dabei einen hohen finanziellen Schaden erlitten. Wie die Polizei mitteilt, erstattete die Seniorin am 11.02.2026 bei der Polizeiinspektion Illertissen Anzeige.
Wertvolle Buchsammlung online angeboten – angeblicher Käufer meldet sich
Die Frau besaß eine wertvolle Buchsammlung, die sie über eine spezielle Onlineplattform zum Verkauf anbot. Kurz darauf meldete sich ein angeblich ernsthafter Kaufinteressent und bekundete großes Interesse. Beide Seiten einigten sich vertraglich, zudem wurden vorgefertigte Kaufunterlagen digital ausgetauscht. Eine Bezahlung erfolgte zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht.
Post-Ident-Unterlagen per Brief – Identitätsprüfung wird zur Falle
Wenig später erhielt die Verkäuferin einen Brief mit Unterlagen für das sogenannte Post-Ident-Verfahren. In dem Glauben, diese Identitätsprüfung gehöre zum Verkaufsprozess, führte sie das Verfahren durch – ohne zu ahnen, dass sie damit offenbar Daten für einen Kreditantrag bestätigte.
Kreditbestätigung der Bank – erste Rate bereits abgebucht
Einige Tage später kam dann der Schock: Die Frau erhielt Post von einer Bank mit einer Kreditbestätigung über eine mittlere fünfstellige Summe. Fast zeitgleich stellte sie fest, dass bereits die erste Ratenzahlung von ihrem Bankkonto abgebucht worden war.
Bei der Nachfrage bei der Kreditbank wurde klar, was passiert war: Die Kreditsumme wurde bar an eine bislang namentlich unbekannte Person ausgezahlt.
Polizei warnt: Datenklau für Sofortkredit mit Barauszahlung
Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei der Täter gezielt versuchen, an die für einen Kreditantrag notwendigen persönlichen Daten zu gelangen – um anschließend im Namen des Opfers einen Kredit mit sofortiger Barauszahlung abzuschließen.
Die Polizei Illertissen hat die Ermittlungen aufgenommen.









