Am Dienstagvormittag, 10.02.2026 führte die spezialisierte Gefahrgutkontrollgruppe der Autobahnpolizeistation Memmingen auf der A96 bei Holzgünz gezielte Kontrollen im gewerblichen Güterkraftverkehr durch. Im Fokus standen dabei Kleintransporter, bei denen die Beamten gleich zweifach fündig wurden.
Abgasreinigung manipuliert: Fahrtende an der Autobahn
Bei der Überprüfung eines Kleintransporters mit polnischer Zulassung stellten die Experten eine schwerwiegende technische Manipulation fest. Der 31-jährige Fahrer hatte unzulässig in die Abgasnachbereitung seines Fahrzeugs eingegriffen.
Durch die Manipulation war der Dieselpartikelfilter außer Betrieb gesetzt worden, was zum sofortigen Erlöschen der Betriebserlaubnis führte. Die Konsequenz: Die Beamten untersagten die Weiterfahrt an Ort und Stelle. Das Fahrzeug musste sicher abgestellt werden.
Verstoß gegen das Güterkraftverkehrsgesetz
Wenig später geriet ein zweiter polnischer Kleintransporter in die Kontrolle. Bei dem 39-jährigen Fahrer stellten die Beamten Unregelmäßigkeiten in den Frachtpapieren fest. Der Mann hatte gegen die strengen Auflagen des Güterkraftverkehrsgesetzes verstoßen, indem er mehr Lieferungen durchführte, als ihm im Rahmen der geltenden Bestimmungen erlaubt waren (Verdacht auf illegale Kabotage).
Hohe Sicherheitsleistungen einbehalten
Für beide Fahrer wird der Arbeitstag teuer. Die Autobahnpolizei behielt noch vor Ort Sicherheitsleistungen im unteren vierstelligen Bereich ein. Während der 39-Jährige nach der Zahlung seine Fahrt fortsetzen durfte, blieb das manipulierte Fahrzeug des 31-Jährigen stehen.
Gegen beide Fahrer sowie die beteiligten Transportunternehmen wurden entsprechende Anzeigen bei den zuständigen Ahndungsbehörden erstattet. Die Autobahnpolizei kündigte an, die Kontrollen im gewerblichen Güterverkehr auf den Transitstrecken im Allgäu weiterhin konsequent fortzusetzen.









