Großeinsatz in Neu-Ulm: Sieben Verletzte nach Reizgas-Attacke in Lagerhaus – Videoaufnahmen belasten Täter

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Am Freitagvormittag, 06.02.2026 kam es in einem Lagerhaus in der Zeppelinstraße in Neu-Ulm zu einem massiven Aufgebot an Rettungskräften. Was zunächst als bedrohlicher Gasaustritt gemeldet wurde, entpuppte sich nach ersten Ermittlungen als eine vorsätzliche Tat.

Verdacht auf Gasaustritt löst Alarm aus

Gegen 09:30 Uhr ging bei der Einsatzzentrale ein Notruf über einen vermeintlichen Gasaustritt ein. Sofort rückten die Feuerwehr Neu-Ulm, der Rettungsdienst und die Polizei zur Einsatzstelle aus. Die Experten der Feuerwehr führten umgehend Messungen auf Gefahrstoffe im Treppenhaus durch. Diese verliefen jedoch negativ – ein technischer Defekt an Gasleitungen konnte somit schnell ausgeschlossen werden.

Videoaufnahmen enthüllen die Tat

Die Wende im Fall brachten die schulinternen Sicherheitsvorkehrungen: Ein Bereichsleiter wertete die Videoaufzeichnungen des Gebäudes aus. Dabei entdeckte er zwei Personen, die im Treppenhaus eine bisher unbekannte Substanz versprühten. Ob es sich dabei um Pfefferspray, CS-Gas oder eine andere chemische Substanz handelte, ist derzeit Kern der polizeilichen Ermittlungen.

Sieben Verletzte und polizeiliche Ermittlungen

Trotz der schnellen Entwarnung bezüglich einer allgemeinen Gasgefahr gab es Opfer zu beklagen:

  • Insgesamt sieben Mitarbeiter des Lagerhauses erlitten Reizungen der Atemwege und der Augen.

  • Alle Betroffenen mussten vor Ort vom Rettungsdienst medizinisch versorgt werden.

Das betroffene Treppenhaus wurde von der Feuerwehr gründlich gelüftet und konnte nach Abschluss des Einsatzes wieder freigegeben werden.

Polizei Neu-Ulm sucht Verantwortliche

Die Polizeiinspektion Neu-Ulm hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Die Videoaufnahmen werden nun detailliert ausgewertet, um die Identität der beiden flüchtigen Personen festzustellen. Hinweise auf das Motiv der Tat liegen bislang noch nicht vor.

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