Am Allgäu Airport in Memmingerberg hatten die Beamten der Grenzpolizeiinspektion (GPI) Memmingen am vergangenen Wochenende alle Hände voll zu tun. Von Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz über verbotene Gegenstände im Handgepäck bis hin zu einer per Video aufgeklärten Unterschlagung reichte das Spektrum der Einsätze.
Illegale Einreise aus Portugal: 29-Jähriger bereits in Österreich gesucht
Bei einer Schleierfahndung nach der Landung einer Maschine aus Faro (Portugal) kontrollierten die Beamten einen 29-jährigen Pakistaner. Das Ergebnis: Der Mann reiste ohne Visum oder Aufenthaltstitel ein. Da er bereits mehrfach gegen das Aufenthaltsrecht verstoßen hatte, wurde eine dreistellige Sicherheitsleistung fällig. Besonders brisant: Behörden in Österreich fahndeten bereits nach dem Mann, da er dort des Landes verwiesen worden war. Er erhielt eine strikte Ausreisefrist aus dem Schengen-Raum.
Einreiseverbot und Aufenthalt überschritten
Auch bei Flügen aus Osteuropa gab es Beanstandungen:
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Flug aus Skopje: Einer 70-jährigen Mazedonierin wurde direkt am Gate die Einreise verweigert. Gegen sie bestand ein schengenweites Einreiseverbot. Sie musste umgehend den Rückflug antreten.
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Flug nach Serbien: Bei einer 71-jährigen Serbin stellten die Beamten bei der Ausreise fest, dass sie ihr Visum um 32 Tage überschritten hatte. Ein Strafverfahren wegen illegalen Aufenthalts wurde eingeleitet, bevor sie ihre Heimreise antreten durfte.
Messer im Handgepäck: Bußgeld für 52-Jährigen
Sicherheitsmitarbeiter entdeckten bei der Kontrolle vor einem Flug nach Craiova (Rumänien) ein Klappmesser im Handgepäck eines 52-jährigen Rumänen. Da solche Gegenstände im Flugzeug streng verboten sind, wurde die Grenzpolizei hinzugezogen. Das Messer wurde sichergestellt, und den Mann erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Luftsicherheitsgesetz.
Videoüberwachung überführt Handy-Dieb auf Parkplatz P1
Ein dreister Fall von Fundunterschlagung konnte am Sonntag auf dem Parkplatz P1 aufgeklärt werden. Eine Reisende hatte dort ihren Geldbeutel und ihr Handy verloren. Ein Unbekannter hob die Gegenstände auf und behielt sie für sich – doch er rechnete nicht mit der Technik. Ein Zeuge beobachtete die Tat und informierte die Polizei. Durch die Auswertung der Videoaufzeichnungen konnten die Beamten sowohl den Täter als auch das Kennzeichen seines Fluchtfahrzeugs identifizieren. Die Ermittlungen gegen den Fahrzeugführer laufen bereits auf Hochtouren.









