Eine routinemäßige Verkehrskontrolle der Polizeiinspektion Kempten entwickelte sich am späten Mittwochabend, 04.02.2026 in Buchenberg zu einem handfesten Einsatz. Ein 54-jähriger Autofahrer zeigte sich wenig kooperativ und zwang die Beamten schließlich zu einem gewaltsamen Öffnen des Fahrzeugs.
Fahrer verbarrikadiert sich in der Lindauer Straße
Gegen Ende des Mittwochabends stoppten die Polizisten den Pkw eines 54-jährigen polnischen Staatsangehörigen in der Lindauer Straße. Doch statt den Anweisungen der Beamten Folge zu leisten, verbarrikadierte sich der Mann kurzerhand in seinem Wagen und weigerte sich strikt, das Fahrzeug zu verlassen.
Da die Polizisten bei dem Fahrer deutliche drogentypische Auffälligkeiten feststellten, war eine Weiterfahrt ausgeschlossen und eine Blutentnahme unumgänglich.
Polizei schlägt Scheibe ein
Nachdem wiederholte Aufforderungen zum Aussteigen erfolglos blieben, griffen die Einsatzkräfte durch: Um den Mann aus dem Auto zu holen, wurde eine Seitenscheibe des Pkw eingeschlagen. Erst daraufhin konnte der 54-Jährige fixiert und für die notwendige Blutentnahme in ein Krankenhaus gebracht werden.
Illegale Aufnahmen: Smartphone sichergestellt
Während des Einsatzes griff der Fahrer zu seinem Mobiltelefon und filmte die Polizeibeamten bei ihrer Arbeit. Da hierbei der Verdacht auf eine Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes (§ 201 StGB) bestand, stellten die Beamten das Smartphone als Beweismittel sicher. In Deutschland ist das heimliche Aufnehmen des nicht öffentlich gesprochenen Wortes eine Straftat.
Gegen den Mann wurden nun gleich mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen:
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Trunkenheit im Verkehr (infolge von Drogenkonsum)
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Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes
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Möglicher weiterer Widerstandshandlungen.
Der Vorfall zeigt erneut, mit welchen Herausforderungen Polizeikräfte bereits bei vermeintlich einfachen Verkehrskontrollen konfrontiert werden können.









