Großbrand in Schemmerhofen: Haftbefehl wegen versuchten Mordes gegen 34-jährigen Bewohner erlassen

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Ein verheerender Brand in einem Mehrfamilienhaus im Schemmerhofener Ortsteil Schemmerberg hat am Montagabend, 02.02.2026 ein dramatisches Ende gefunden. Was als Großbrand in der Schloßgasse begann, hat sich nun zu einem schweren Kriminalfall entwickelt: Die Behörden ermitteln wegen versuchten Mordes.

Dramatische Löscharbeiten bis in den Vormittag

Gegen 19:00 Uhr brach das Feuer in dem Wohnhaus aus. Ein Großaufgebot an Rettungskräften und Feuerwehren aus der gesamten Region kämpfte die ganze Nacht und bis in den nächsten Vormittag hinein gegen die Flammen. Trotz des schnellen Eingreifens konnte ein massiver Sachschaden, der nach ersten Schätzungen bei rund 1 Million Euro liegt, nicht verhindert werden.

Verdacht auf Brandstiftung: Bewohner festgenommen

Das Haus wurde von insgesamt 13 Personen bewohnt. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich mehrere Mieter in ihren Wohnungen. Drei Männer im Alter von 27, 28 und 64 Jahren erlitten leichte Verletzungen.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben schnell einen schrecklichen Verdacht: Das Feuer wurde offenbar vorsätzlich gelegt. Im Visier der Ermittler steht ein 34-jähriger deutscher Bewohner des Hauses. Er soll den Brand in seiner eigenen Wohnung im ersten Obergeschoss entfacht haben.

Haftbefehl wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung

Der Tatverdächtige, der selbst leicht verletzt wurde, wurde noch vor Ort vorläufig festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg wurde er am Dienstag der Haftrichterin am Amtsgericht Biberach vorgeführt.

Die Liste der Vorwürfe gegen den 34-Jährigen ist lang:

  • Versuchter Mord

  • Versuchte Brandstiftung mit Todesfolge

  • Schwere Brandstiftung

  • Gefährliche Körperverletzung

  • Sachbeschädigung

Die Haftrichterin erließ den Haftbefehl, woraufhin der Mann in eine Justizvollzugsanstalt (JVA) überstellt wurde.

Ermittlungen dauern an

Die Hintergründe der Tat und das Motiv des Mannes sind derzeit noch unklar. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, können Staatsanwaltschaft und Polizei aktuell keine weiteren Details nennen. Die Kriminalpolizei sichert weiterhin Spuren am Brandort, um den Hergang lückenlos zu rekonstruieren.

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