Kontrollen am Allgäu Airport: Führerschein-Fälschung, Waffen im Gepäck und geschwänzte Schule

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Das vergangene Wochenende am Allgäu Airport in Memmingerberg war für die Beamten der Grenzpolizeiinspektion (GPI) von einer Vielzahl unterschiedlichster Delikte geprägt. Die Kontrollen im Rahmen der Ein- und Ausreisen führten zu zahlreichen Strafverfahren und Einreiseverweigerungen.

Gefälschter Führerschein und illegale Messer

Bereits auf dem Weg zum Flughafen stoppten Fahnder der Grenzpolizei Pfronten einen 39-jährigen Ungarn. Sein polnischer Führerschein entpuppte sich als Totalfälschung. Da er keine gültige Fahrerlaubnis besaß, erwartet ihn nun eine Anzeige wegen Urkundenfälschung und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Direkt am Terminal stoppte das Sicherheitspersonal zudem zwei Reisende (30 und 35 Jahre), die Einhandmesser im Handgepäck mitführten. Die Messer wurden beschlagnahmt, und gegen die Männer wurden Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffen- und Luftsicherheitsgesetz eingeleitet.

Harte Linie bei illegaler Arbeit und Pass-Tricks

Die Grenzbeamten bewiesen bei den Einreisekontrollen ein scharfes Auge:

  • Illegale Erwerbstätigkeit: Ein 33-jähriger Kosovare versuchte, mit widersprüchlichen Angaben einzureisen. Da er bereits in der Vergangenheit unerlaubt in Deutschland gearbeitet hatte, wurde ihm die Einreise verweigert. Ihn erwartet ein schengenweites Einreiseverbot.

  • Der Pass-Täuscher: Ein 47-jähriger Mazedonier, der seine Aufenthaltsdauer bereits überschritten hatte, versuchte mit einem nagelneuen Reisepass die Beamten zu täuschen. Der Schwindel flog auf: Er musste den Heimflug antreten und erhielt ebenfalls ein Einreiseverbot.

Kaputte Ausweise und vergessene Schulpflicht

Nicht jedes Vergehen war vorsätzlich geplant, doch die Konsequenzen blieben:

  • Beschädigter Ausweis: Ein 35-jähriger Bulgare präsentierte einen so stark beschädigten Personalausweis, dass dieser unlesbar war. Er durfte zwar einreisen, muss aber mit einer Geldbuße rechnen.

  • Schule geschwänzt für London-Trip: Bei einer Kontrolle nach London fiel ein 14-jähriger Schüler mit seiner Mutter auf. Da die Schule die Reise nicht genehmigt hatte, wurde das Schulamt informiert. Der Mutter droht nun ein empfindliches Bußgeld wegen des Verstoßes gegen die Schulpflicht.

Überzogene Aufenthaltsdauer und Falschparker

Zudem wurden bei Ausreisekontrollen nach Skopje und Sarajevo zwei Frauen (56 und 45 Jahre) gestoppt, die ihre visumfreie Zeit im Schengen-Raum um drei bzw. neun Tage überschritten hatten. Nach Einleitung von Strafverfahren durften sie ihre Flüge antreten.

Auch außerhalb des Terminals griff die Polizei durch: Ein Fahrzeug, das seit Tagen in einer Halteverbotszone in Memmingen parkte, wurde abgeschleppt. Der Halter muss nun sowohl das Bußgeld als auch die Abschleppkosten tragen.

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