In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 01.02.2026 wurde die Ulmer Innenstadt Schauplatz eines gefährlichen illegalen Autorennens. Zwei junge Männer nutzten die Straßen von Ulm und Neu-Ulm als Rennstrecke und erreichten dabei Geschwindigkeiten, die das Doppelte des Erlaubten weit überschritten.
Poser-Kontrolle führt zu rasanter Verfolgung
Gegen 01:40 Uhr führte die Polizei Ulm gezielte Schwerpunktkontrollen in der sogenannten Poser-Szene durch. Dabei fiel einer Streifenwagenbesatzung ein 18-jähriger Mercedes-Benz-Fahrer und ein 19-jähriger BMW-Fahrer auf. Die beiden jungen Männer zogen durch extrem lautes Aufheulenlassen ihrer Motoren die Aufmerksamkeit der Beamten auf sich.
Was als Lärmbelästigung begann, entwickelte sich schnell zu einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen:
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Die Fahrt führte von der Innenstadt über den Bismarckring.
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Im Westringtunnel beschleunigten die Fahrzeuge bereits auf über 100 km/h.
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Auf dem Weg Richtung Neu-Ulm erreichten die Raser Spitzenwerte von über 130 km/h innerorts.
Bremsmanöver vor dem Blitzer – Festnahme folgt
Besonders dreist: Erst kurz vor der stationären Geschwindigkeitsmessanlage an der B28 (Bereich Lärmschutzwand in Neu-Ulm) bremsten die Fahrer abrupt ab, um ein Bußgeldfoto zu vermeiden. Doch die Polizei war bereits dicht hinter ihnen.
Unmittelbar danach konnten beide Fahrzeuge gestoppt und die Insassen kontrolliert werden. Die Konsequenzen der nächtlichen Raserei sind für die Fahranfänger drakonisch:
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Führerscheine beschlagnahmt: Beide Fahrer mussten ihre Fahrerlaubnis noch vor Ort abgeben.
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Beweismittel sichergestellt: Die Mobiltelefone der Fahrer sowie das eines Beifahrers wurden als Beweismittel eingezogen, um eventuelle Absprachen oder Videoaufnahmen des Rennens zu prüfen.
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Strafverfahren: Es wird wegen der Durchführung eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens gemäß StGB ermittelt.
Glück im Unglück: Keine Unbeteiligten gefährdet
Laut Polizeibericht kam es bei der rasanten Fahrt durch den Westringtunnel und über die B28 glücklicherweise zu keiner Gefährdung unbeteiligter Verkehrsteilnehmer. Dennoch zeigt dieser Vorfall erneut die Gefährlichkeit der Poser-Szene, weshalb die Polizei angekündigt hat, ihre Kontrollen im Stadtgebiet Ulm auch künftig konsequent fortzusetzen.









