Dreister Autodiebstahl in Oberstdorf: Betrunkener klaut Lieferwagen am Prinzregenten-Platz für Heimfahrt

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In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 01.02.2026 ereignete sich im Zentrum von Oberstdorf eine Szene, die man sonst eher aus Filmkomödien kennt – die jedoch für den Verursacher bittere rechtliche Konsequenzen hat. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit eines Lieferanten reichte aus, um einen alkoholisierten 27-Jährigen zu einer Straftat zu verleiten.

Die Gelegenheit macht Diebe

Ein Lieferant parkte seinen Pkw vor einer Gaststätte am belebten Prinzregenten-Platz, um Waren zu entladen. Dabei beging er einen entscheidenden Fehler: Er ließ den Fahrzeugschlüssel im Zündschloss stecken und das Auto unversperrt.

Ein 27-jähriger Deutscher, der zu diesem Zeitpunkt bereits erheblich alkoholisiert war, beobachtete die Situation. Anstatt zu Fuß zu gehen, entschied er sich kurzerhand für ein „bequemeres“ Fortbewegungsmittel: Er stieg in den fremden Wagen und machte sich damit auf den Weg nach Hause.

Aufmerksamer Zeuge stoppt die Promille-Fahrt

Die Spritztour dauerte jedoch nicht lange. Einem anderen Autofahrer fiel die extrem unsichere und auffällige Fahrweise des entwendeten Fahrzeugs auf. Er zögerte nicht und verständigte umgehend die Polizeiinspektion Sonthofen.

Die Beamten konnten das Fahrzeug kurze Zeit später stoppen und den Fahrer einer Kontrolle unterziehen. Das Ergebnis war eindeutig: Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 1,6 Promille.

Haftung und Strafanzeigen

Für den 27-Jährigen hat die nächtliche Aktion weitreichende Folgen. Die Polizei hat mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet:

  • Unbefugter Gebrauch eines Kraftfahrzeuges: Da er den Wagen ohne Erlaubnis des Eigentümers nutzte.

  • Trunkenheit im Verkehr: Aufgrund des hohen Alkoholwertes ist der Führerschein nun erst einmal weg.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang: Lassen Sie niemals den Schlüssel im Fahrzeug stecken – auch nicht „nur für eine Minute“. Ein offenes Auto ist eine Einladung für Gelegenheitsdiebe und führt, wie in diesem Fall, zu erheblichen Gefahren für den restlichen Straßenverkehr.

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