Die Ausstrahlung des Mordfalls Sonja Hurler in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ hat eine gewaltige Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Wie die Kriminalpolizei Kempten nun mitteilt, sind in den vergangenen Tagen weit über 150 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Die Ermittler stehen vor einer Mammutaufgabe, sehen aber bereits erste vielversprechende Ansätze.
Die heiße Spur: Verbindung zum Mordfall Marion Baier
Besonders im Fokus steht eine aktuelle DNA-Spur, die den Fall Sonja Hurler aus Kempten überraschend mit dem Mord an Marion Baier in Zirndorf (Landkreis Fürth) verbindet. Die Ermittlungsgruppen aus Schwaben und Mittelfranken arbeiten nun eng zusammen, um mögliche Parallelen zwischen den beiden Verbrechen zu finden.
Nach Angaben der Polizei bezogen sich mehrere konkrete Hinweise auf Personen und Firmen, die Verbindungen zwischen beiden Standorten – Kempten und Zirndorf – aufweisen.
Mysteriöses Christophorus-Medaillon im Fokus
Ein zentrales Beweisstück in der Fahndung ist ein Christophorus-Medaillon, das am Tatort in Zirndorf gefunden wurde. Auch hierzu gingen bei der Polizei diverse Hinweise ein, die nun akribisch geprüft werden. Ziel ist es, den Ursprung des Schmuckstücks zu klären und so den Täterkreis einzugrenzen.
Polizei dankt für überwältigende Resonanz
Die Ermittler zeigen sich von der hohen Beteiligung der Bürger tief beeindruckt. „Die Resonanz hat unsere Erwartungen weit übertroffen“, heißt es vonseiten der Polizei. Jedes noch so kleine Detail wird derzeit ausgewertet und in die laufenden Ermittlungen integriert.
Aus ermittlungstaktischen Gründen hält sich die Kripo mit Details zu potenziellen Verdächtigen oder konkreten Zwischenergebnissen derzeit noch bedeckt. Klar ist jedoch: Der Druck auf den oder die Täter steigt durch die neuen Erkenntnisse massiv an.
Die Polizei bittet weiterhin Personen, die sachdienliche Informationen geben können, sich mit der Kriminalpolizei Kempten in Verbindung zu setzen. Jede Information zählt bei der Aufklärung dieser langjährigen Cold Cases.








