Einen brandgefährlichen Verstoß gegen die Verkehrssicherheit deckte die Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizei Günzburg am Mittwochabend, 28.01.2026 an der Rastanlage Leipheim auf. Bei der Kontrolle eines türkischen Sattelzuges kamen erschreckende Details ans Licht.
21 Stunden ohne Schlaf – Eine rollende Zeitbombe
Die Auswertung der digitalen Daten des 35-jährigen Fahrers für den letzten 28-tägigen Zeitraum zeigte massive Verstöße gegen die gesetzlichen Sozialvorschriften:
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Extreme Übermüdung: Der Mann war in der laufenden Woche einmal über 21 Stunden am Stück gefahren – erlaubt sind maximal 10 Stunden.
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Mangelnde Ruhe: Die täglichen Schlafenszeiten wurden mehrfach um drei bis sechs Stunden verkürzt.
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Wochenruhezeit missachtet: Statt nach sechs Tagen legte der Fahrer erst nach fast zwei Wochen eine Pause ein.
Harte Strafen für Fahrer und Unternehmen
Um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen, griffen die Beamten hart durch. Sowohl vom Fahrer als auch von der verantwortlichen Spedition wurde eine Sicherheitsleistung im mittleren vierstelligen Bereich einbehalten.
Zudem wurde dem Fahrer eine sofortige, ordnungsgemäße wöchentliche Ruhezeit verordnet. Das bedeutet für den Lkw: Der Mann muss nun für mindestens zwei Tage auf dem Parkplatz an der A8 stehen bleiben, um seine Fahrtüchtigkeit wiederherzustellen.









