Brand in Neu-Ulmer Obdachlosenunterkunft: 68-Jähriger festgenommen – Unterbringungsbefehl erlassen

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Ein schwerer Brand in einer Obdachlosenunterkunft in Neu-Ulm sorgt für weitreichende Konsequenzen. Am Dienstag, den 27.01.2026, wurden Einsatzkräfte gegen 13:40 Uhr in die Leibnizstraße gerufen. Dort kam es zu einem massiven Brandgeschehen mit starker Rauchentwicklung, das die Feuerwehr vor eine große Herausforderung stellte.

Zimmer im Vollbrand – Niemand verletzt

Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand ein Zimmer der Unterkunft bereits im Vollbrand. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte der Brand gelöscht werden, bevor die Flammen auf das gesamte Gebäude übergriffen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand gab es glücklicherweise keine Verletzten. Der entstandene Sachschaden ist jedoch beträchtlich und wird nach ersten Schätzungen auf rund 60.000 Euro beziffert.

Ermittlungen der Kriminalpolizei: 68-Jähriger im Visier

Das Fachkommissariat der Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen. Schnell geriet ein 68-jähriger deutscher Bewohner unter Verdacht. Die Polizei nahm den Mann wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung vorläufig fest.

Justiz erlässt Unterbringungsbefehl

Der Fall nahm am gestrigen Mittwoch eine juristische Wendung:

  • Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen wurde der Tatverdächtige beim Amtsgericht Memmingen vorgeführt.

  • Die zuständige Ermittlungsrichterin folgte dem Antrag und erließ einen Unterbringungsbefehl.

  • Der 68-Jährige wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt mit forensischer Abteilung eingeliefert.

Ein Unterbringungsbefehl wird in der Regel dann erlassen, wenn dringender Verdacht besteht, dass der Täter aufgrund einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung im Zustand der Schuldunfähigkeit oder verminderten Schuldfähigkeit gehandelt hat und eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt.

Die Ermittlungen zum genauen Hergang des Brandes dauern weiterhin an.

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