In einer Unterkunft für Geflüchtete in Mindelheim kam es in der Nacht von Sonntag auf Montag, 26.01.2026 zu einem schwerwiegenden Gewaltverbrechen. Ein Streit um Ruhestörung eskalierte so massiv, dass eine 44-jährige Frau mit einem Messer auf einen 14-jährigen Mitbewohner einstach.
Streit um Ruhestörung endet blutig
Gegen Mitternacht bat ein 14-jähriger Junge gemeinsam mit seiner Mutter eine 44-jährige ukrainische Mitbewohnerin um Ruhe. Was als alltägliche Bitte begann, schlug unmittelbar in Gewalt um. Die Tatverdächtige holte ein Messer aus ihrem Zimmer und griff den Jugendlichen damit an.
Der 14-Jährige setzte sich mit einem Faustschlag gegen die Angreiferin zur Wehr, wodurch auch diese leicht verletzt wurde. Beide Beteiligten wurden nach dem Eintreffen der Rettungskräfte umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Während die Frau nach ambulanter Behandlung entlassen werden konnte, musste der Junge aufgrund seiner Verletzungen stationär aufgenommen werden. Laut Polizei besteht glücklicherweise keine Lebensgefahr.
Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts
Die Beamten der Polizeiinspektion Mindelheim und des Kriminaldauerdienstes sicherten noch in der Nacht Spuren am Tatort. Aufgrund der Schwere des Angriffs übernahm das Fachkommissariat der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen die weitere Sachbearbeitung.
Die 44-jährige Frau wurde wegen des dringenden Tatverdachts eines versuchten Tötungsdelikts vorläufig festgenommen.
Haftbefehl in Vollzug gesetzt
Am Montag wurde die Verdächtige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen beim Amtsgericht vorgeführt. Die zuständige Ermittlungsrichterin erließ einen Haftbefehl, der sofort in Vollzug gesetzt wurde. Die Frau wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur genauen Rekonstruktion des Tathergangs dauern unterdessen an.









