Am Donnerstagnachmittag, 22.01.2026 wurde der friedliche Linienbetrieb im Lindauer Stadtbus durch eine gewaltsame Auseinandersetzung gestört. In der Linie 3 Richtung Heuriedweg gerieten zwei junge Männer derart aneinander, dass die Fahrt für beide mit Verletzungen und Strafanzeigen endete.
Streit eskaliert während der Fahrt
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei befanden sich zwei afghanische Staatsangehörige im Alter von 16 und 19 Jahren gemeinsam im Bus. Was zunächst als verbales Wortgefecht begann, schaukelte sich während der Fahrt immer weiter hoch, bis die Situation schließlich körperlich eskalierte.
Schlüssel als gefährliches Werkzeug eingesetzt
Im Verlauf des Handgemenges griff der 19-Jährige zu einer gefährlichen Methode: Er ballte einen Schlüssel in seiner Faust und schlug dem 16-Jährigen damit unvermittelt ins Gesicht. Der Jüngere setzte sich daraufhin zur Wehr und versetzte seinem Kontrahenten ebenfalls einen massiven Faustschlag ins Gesicht.
Verletzungen und rechtliche Konsequenzen
Beide Beteiligten erlitten durch die Schläge leichte Verletzungen. Die herbeigerufene Polizei trennte die Streithähne und leitete umgehend rechtliche Schritte ein. Die Konsequenzen fallen aufgrund der Art des Angriffs unterschiedlich schwer aus:
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Gegen den 19-Jährigen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, da der Einsatz eines Schlüssels rechtlich als Verwendung eines gefährlichen Werkzeugs gewertet werden kann.
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Gegen den 16-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen einfacher Körperverletzung eingeleitet.
Die Ermittlungen zum genauen Auslöser des Streits dauern an. Fahrgäste, die den Vorfall beobachtet haben, könnten für die Rekonstruktion des Tathergangs noch als Zeugen befragt werden.









