Damit hatte ein 83-jähriger Bewohner eines Einfamilienhauses in Memmingen Im Unteresch am Mittwochabend, 21.01.2026 sicher nicht gerechnet: Als er gegen 22:00 Uhr in seinen Wintergarten blickte, entdeckte er dort einen völlig fremden Mann, der es sich sichtlich gemütlich gemacht hatte.
Brotzeit und Zigarette im fremden Haus
Der ungebetene Gast saß seelenruhig im Wintergarten, machte dort Brotzeit und rauchte eine Zigarette. Der Hausbesitzer reagierte besonnen und verständigte umgehend die Polizeiinspektion Memmingen.
Die herbeigeeilten Beamten nahmen den Mann noch vor Ort in Augenschein. Wie sich herausstellte, hatte sich der 38-jährige Albaner gewaltsam Zutritt verschafft, indem er die Tür zum Wintergarten kurzerhand aufgedrückt hatte.
Motiv: Schutz vor der eisigen Kälte
Bei der anschließenden Befragung klärte sich der Hintergrund der skurrilen Besetzung schnell auf: Der 38-Jährige hat in Deutschland keinen festen Wohnsitz. Angesichts der aktuell herrschenden winterlichen Temperaturen suchte der Mann offenbar verzweifelt nach einem warmen Platz zum Ausruhen und Essen.
Obwohl das Motiv wohl die reine Notlage war, bleibt die Tat rechtlich nicht folgenlos. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen folgender Delikte eingeleitet:
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Hausfriedensbruch
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Sachbeschädigung (an der Wintergartentür)
Polizeigewahrsam als Kälteschutz
Da der Mann bei den frostigen Außentemperaturen keine Bleibe hatte, nahmen die Beamten ihn im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen in Gewahrsam. So konnte zumindest sichergestellt werden, dass er die restliche Nacht nicht im Freien verbringen musste.
Der 83-jährige Hausbesitzer kam mit dem Schrecken davon; im Wintergarten entstand lediglich geringer Sachschaden durch das Aufdrücken der Tür.









