Großeinsatz in Lindau: 14-Jähriger löst mit täuschend echter Waffe Polizeieinsatz an Mittelschule aus

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Aufregung an Mittelschule Reutin: Schusswaffen-Meldung führt zu Polizeieinsatz

Am Donnerstagmittag, 22.01.2026 kam es in Lindau zu einem größeren Polizeiaufgebot an der Mittelschule Reutin. Gegen 13:15 Uhr erreichte die Polizeiinspektion Lindau ein besorgniserregender Notruf: Zeugen meldeten eine oder mehrere Personen mit einer Schusswaffe vor dem Schulgebäude.

Schule durchsucht: Polizei und Bundespolizei im Einsatz

Da zunächst völlig unklar war, ob es sich um eine echte Schusswaffe oder eine harmlose Kopie handelte, gingen die Sicherheitskräfte kein Risiko ein. Mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Lindau sowie Einheiten der Bundespolizei riegelten den Bereich ab und durchsuchten das gesamte Schulgebäude systematisch.

Festnahme von drei Jugendlichen

Nach intensiver Suche konnten die Beamten schließlich drei Jugendliche im Umfeld ausfindig machen und vorläufig festnehmen. Die Durchsuchung der Personen brachte schnell Klarheit über die Ursache des Alarms: Ein 14-jähriger Schüler führte eine Softair-Pistole mit sich. Das Problem: Die Waffe war optisch kaum von einer echten Schusswaffe zu unterscheiden – eine sogenannte Anscheinswaffe.

Konsequenzen nach dem Waffenrecht

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Jugendlichen ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Doch der Vorfall bleibt nicht ohne Folgen:

  • Die Softair-Pistole wurde von der Polizei sichergestellt.

  • Gegen die beiden 14-jährigen Hauptverdächtigen wurde ein Verfahren eingeleitet.

  • Die Schüler müssen sich nun wegen Verstößen gegen das Straf- und Waffenrecht verantworten.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut eindringlich davor, Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit – und insbesondere an Schulen – mitzuführen. Solche Situationen lösen nicht nur Angst aus, sondern können aufgrund der Verwechslungsgefahr für die Träger lebensgefährliche Situationen bei Polizeieinsätzen provozieren.

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