Cold Case Sonja Hurler bei Aktenzeichen XY: Zahlreiche Hinweise nach TV-Fahndung

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Nach der Ausstrahlung des Cold Case Sonja Hurler in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ am Mittwochabend verzeichnen die Ermittler eine überwältigende Resonanz aus der Bevölkerung. Das Schicksal der 1981 in Kempten ermordeten 13-Jährigen bewegt die Zuschauer offensichtlich auch nach über vier Jahrzehnten zutiefst.

Die Bevölkerung liefert heiße Spuren

Bereits während der laufenden Sendung zeichnete sich ab, dass die neue Spurenlage – die durch DNA-Abgleiche eine Verbindung zu einem zweiten Mordfall im Jahr 1973 (Marion Baier, Zirndorf – Mordfall Oberasbach) herstellt – wichtige Erinnerungen geweckt hat. Laut Moderator Rudi Cerne standen die Telefone sowohl im Aufnahmestudio in München als auch bei der zuständigen Kripo Kempten /Polizei Schwaben Süd/West) den gesamten Abend nicht still.

Die eingegangenen Hinweise konzentrieren sich auf drei entscheidende Kernbereiche:

  • Verbindungen zwischen Kempten und Zirndorf: Zahlreiche Anrufer meldeten sich zu Personen und Personengruppen, die in den relevanten Zeiträumen (1973 und 1981) einen Bezug zu beiden Regionen hatten.

  • Die Schausteller-Szene: Da beide Taten im Umfeld von Volksfesten (Stadtfest Kempten/Schulfest Thingers sowie Fischerfest Zirndorf) stattfanden, rückten reisende Schausteller erneut in den Fokus. Hierzu gingen konkrete Hinweise ein, die nun auf Übereinstimmungen geprüft werden.

  • Das Christophorus-Medaillon: Das 1973 am Tatort von Marion Baier gefundene Schmuckstück, das das Mädchen dem Täter vermutlich im Kampf abgerissen hatte, führte zu mehreren Hinweisen, die Aufschluss über dessen Herkunft oder Besitzer geben könnten.

Fokus auf die „Jugendlichen von Thingers“

Besonderes Augenmerk legen die Ermittler auf die Klärung einer Beobachtung aus der Tatnacht in Kempten. Damals hörten Anwohner Hilfeschreie und sahen, wie eine Gruppe von drei bis vier Jugendlichen (ca. 14 bis 16 Jahre alt) ein weinendes Mädchen durch den Stadtteil Thingers zerrte. Die Polizei erhofft sich durch die aktuelle Aufmerksamkeit, dass sich entweder Zeugen von damals oder gar Personen aus diesem Umkreis melden, um diese Situation nach 43 Jahren abschließend zu klären.

Nächste Schritte der Ermittlung

Die Kriminalpolizei steht nun vor einer gewaltigen Auswertungsarbeit. Die Vielzahl der Hinweise muss priorisiert und abgearbeitet werden. Ziel ist es, durch die Kombination aus modernster DNA-Technik und den neuen Informationen aus der Bevölkerung den Täter, der für den Tod zweier Kinder verantwortlich sein soll, nach Jahrzehnten endlich zu fassen.


Aktenzeichen XY vom 21.01.2026 | Neuer Verdacht bei Cold Case von 1981 in Kempten

https://www.zdfheute.de/panorama/kriminalitaet/aktenzeichen-xy-januar-2026-mord-13-jaehrige-kempten-100.html


Mordfall Sonja Hurler & Marion Baier: DNA-Sensation verbindet Cold Cases – Aktenzeichen XY heute Abend

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