Der Montag, 19.01.2026 hielt die Ermittler der Polizeiinspektionen Burgau und Krumbach in Atem. Gleich mehrere Bürger wurden Opfer dreister Betrugsmaschen – von gehackten Accounts über dubiose Geldanlagen bis hin zu klassischen Schockanrufen. Während einige Fälle glimpflich ausgingen, verloren andere Bürger hohe Geldbeträge.
Hacker-Angriff in Burgau: 15 Bestellungen in fremdem Namen
Ein 29-jähriger Mann aus Burgau wurde Opfer eines Cyber-Angriffs. Da er ohne aktiven Virenschutz im Internet surfte, gelang es Unbekannten, seine E-Mail-Adresse zu hacken und das Passwort zu ändern.
Nachdem er den Account zurückerlangt hatte, folgte der Schock: Die Täter hatten bereits 15 Bestellungen in seinem Namen aufgegeben. Dank einer schnellen Reaktion konnte der junge Mann die Bezahlvorgänge stornieren, bevor ein finanzieller Schaden entstand.
15.000 Euro weg: Senior tappt in Investment-Falle
Deutlich schwerwiegender traf es einen 84-jährigen Senior. Er wollte im Internet Geld anlegen und gab auf einer vermeintlich seriösen Website seine persönlichen Daten und Bankverbindungen zur Registrierung an. Kurz darauf stellte er fest, dass rund 15.000 Euro von seinen Konten abgebucht wurden. Die Beamten der PI Burgau versuchen nun, den Geldfluss zu verfolgen.
Zudem wurde ein 60-Jähriger Opfer von unbefugten Kontozugriffen: Fünf Abbuchungen im mittleren dreistelligen Bereich fielen seiner Hausbank auf. Vier davon konnten nicht mehr rechtzeitig gestoppt werden.
Falsche Kriminalpolizei in Krumbach: Senioren reagieren goldrichtig
Auch in Krumbach kam es am Montagabend zu einer Welle von Betrugsversuchen. Zwischen 20:15 und 22:00 Uhr meldeten sich angebliche Beamte der „Kriminalpolizei Krumbach“ bei Bürgern im Alter zwischen 62 und 92 Jahren.
Die Täter tischten die bekannte Geschichte von festgenommenen Einbrechern in der Nachbarschaft auf und forderten die Senioren auf, ihre Wertgegenstände der Polizei „zur Sicherheit“ zu übergeben. Das vorbildliche Ergebnis: Alle fünf Angerufenen erkannten den Betrug sofort, legten auf und verständigten die echte Polizei. Es entstand kein Schaden.
Tipps Ihrer Polizei zum Schutz vor Betrug
Die Polizeiinspektionen im Landkreis raten dringend zur Vorsicht:
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Online-Sicherheit: Nutzen Sie immer einen aktuellen Virenschutz und verwenden Sie die Zwei-Faktor-Authentisierung für E-Mail- und Bank-Accounts.
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Vorsicht bei Geldanlagen: Seien Sie misstrauisch gegenüber hohen Renditeversprechen im Internet. Prüfen Sie Anbieter über die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht).
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Kein Geld an Fremde: Die echte Polizei fordert niemals Bargeld oder Gold an der Haustür oder am Telefon. Legen Sie bei solchen Forderungen sofort auf!









