Die kalten Wintermonate nutzen skrupellose Betrüger derzeit schamlos aus: Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West verzeichnet eine alarmierende Zunahme von Anzeigen gegen vermeintliche Heizungsnotdienste. Insgesamt 16 Fälle wurden bereits aktenkundig – besonders im Raum Kaufbeuren sind die Täter aktuell aktiv.
Die Masche: Hohe Kosten für gefährlichen Pfusch
Die Täter treten oft als Mitarbeiter eines vermeintlichen Hausmeisterservices auf und inserieren ihre Dienste als spezialisierte Heizungsnothilfe. Geschädigte, die bei einem Heizungsausfall unter Zeitdruck stehen, rufen diese Nummern an. Doch statt Fachkräften erscheinen Laien ohne jegliche handwerkliche Qualifikation.
Das Vorgehen ist immer gleich:
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Es werden horrende Summen für angebliche Ersatzteile oder Reparaturen verlangt.
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Oft wird auf sofortige Barzahlung gedrängt.
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Die Heizung wird nicht repariert; stattdessen verschwinden die Täter nach Erhalt des Geldes.
In einem besonders dramatischen Fall verursachten die Pfuscher durch unsachgemäße Arbeiten einen massiven Wasserschaden von mindestens 20.000 Euro.
6 Tipps der Polizei: So schützen Sie sich vor Fake-Notdiensten
Um nicht Opfer dieser Abzocke zu werden, gibt die Polizei folgende dringende Handlungsempfehlungen:
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Regionale Fachbetriebe nutzen: Verlassen Sie sich bei Notfällen ausschließlich auf etablierte, geprüfte Fachbetriebe aus Ihrer Region (Innungsshops).
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Qualifikation prüfen: Fragen Sie gezielt nach einer gültigen Gewerbeanmeldung und entsprechenden Qualifikationen.
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Kostenvoranschlag verlangen: Lassen Sie sich vor Beginn der Arbeiten die Kosten schriftlich skizzieren.
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Keine Barzahlung an der Tür: Seien Sie misstrauisch, wenn Handwerker auf sofortige Barzahlung bestehen. Seriöse Firmen stellen meist eine Rechnung.
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Details notieren: Notieren Sie sich Namen der Mitarbeiter sowie Fahrzeugkennzeichen und Merkmale der Täter.
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Polizei rufen: Zögern Sie nicht, bei verdächtigem Verhalten oder extremen Geldforderungen sofort die 110 zu wählen, noch bevor Sie den Auftrag erteilen oder Geld übergeben.
Die Polizei bittet die Bevölkerung, auch ältere Nachbarn oder Angehörige über diese Masche zu informieren, da diese besonders häufig von den Betrügern ins Visier genommen werden.









