Ein vermeintlich einfacher Verkauf auf einer Online-Plattform endete für einen 59-jährigen Mann aus Illertissen am Sonntagabend, 18.01.2026 in einem finanziellen Desaster. Durch eine hochprofessionell aufgezogene Betrugsmasche erbeuteten Unbekannte knapp 2.000 Euro vom Konto des Geschädigten.
Die Masche: Fake-Mitarbeiter und gefälschte E-Mails
Der 59-Jährige hatte ein Inserat geschaltet, woraufhin sich ein potenzieller Käufer meldete und die Ware für 100 Euro erwerben wollte. Schnell wurde man sich einig, doch dann begann das Täuschungsmanöver: Der Interessent behauptete, eine Zahlung über den gängigen Bezahldienst sei technisch nicht möglich.
Kurz darauf erhielt der Verkäufer eine täuschend echt wirkende E-Mail, die scheinbar direkt von der Verkaufsplattform stammte. Um den Druck und die Glaubwürdigkeit zu erhöhen, schaltete sich eine weitere Person in den Kontakt ein, die sich als offizieller Support-Mitarbeiter der Plattform ausgab.
Die Falle: Die „Ein-Cent-Testüberweisung“
Die Betrüger wiesen den Mann an, eine sogenannte „Testüberweisung“ durchzuführen, um das Konto zu verifizieren. Im Glauben, es handele sich lediglich um einen symbolischen Betrag von einem Cent, folgte der 59-Jährige den Anweisungen der Täter.
Die Ernüchterung folgte prompt: Nachdem der Kontakt zu den angeblichen Käufern und dem Support plötzlich abbrach, stellte der Mann fest, dass keine Gutschrift erfolgt war. Stattdessen wurden insgesamt knapp 2.000 Euro von seinem Bankkonto abgebucht.
Polizei Illertissen warnt vor Gutgläubigkeit
Der Geschädigte erstattete umgehend Anzeige bei der Polizeiinspektion Illertissen. Die Beamten warnen in diesem Zusammenhang erneut vor verdächtigen Zahlungsaufforderungen:
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Keine Testüberweisungen: Seriöse Plattformen fordern niemals dazu auf, Testüberweisungen zu tätigen, um Geld zu empfangen.
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Absender prüfen: Achten Sie bei E-Mails genau auf die Absenderadresse. Betrüger nutzen oft Adressen, die den Originalen sehr ähnlich sehen.
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Plattform nicht verlassen: Wickeln Sie Kommunikation und Bezahlung nach Möglichkeit immer über die internen Systeme der Verkaufsportale ab.
Haben auch Sie verdächtige Nachrichten erhalten? Melden Sie solche Vorfälle umgehend der Polizei und Ihrer Bank, um Zahlungen eventuell noch stoppen zu können.








