Christbaumbrand in Kaufbeuren eskaliert: Verpuffung sprengt Fensterfront aus dem Mauerwerk

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Am Samstagabend, 17.01.2026 kam es in einem Mehrfamilienhaus in Kaufbeuren zu einem folgenschweren Brandereignis. Was als brennender Christbaum begann, endete in einer massiven Verpuffung, die weite Teile einer Wohnung verwüstete.

Löschversuch führt zu gefährlicher Verpuffung

Gegen Abend fing ein Christbaum in der Wohnung einer 63-jährigen Frau Feuer. Die Bewohnerin reagierte sofort und versuchte, die Flammen mit Wasser zu löschen. Doch dieser Löschversuch löste eine heftige Verpuffung aus.

Die Wucht der Druckwelle war so gewaltig, dass die komplette Fensterfront des Wohnzimmers zu Bruch ging. Die Fensterrahmen wurden dabei regelrecht aus dem Mauerwerk gedrückt. Trümmer und Glasscherben verteilten sich im Umfeld des Gebäudes.

Bewohnerin im Krankenhaus – Hoher Sachschaden

Die 63-jährige Frau atmete während des Geschehens Brandgase ein. Sie wurde vom Rettungsdienst mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert.

Die alarmierte Feuerwehr Kaufbeuren eilte mit einem Löschzug zum Einsatzort. Die Einsatzkräfte lüfteten die stark verrauchten Räumlichkeiten und sicherten die Statik der betroffenen Fensterfront. Da die Wohnung durch die fehlenden Fenster nicht mehr bewohnbar und gesichert war, verschalten die Feuerwehrleute die Fassadenöffnung provisorisch.

20.000 Euro Schaden nach Zimmerbrand

Nach ersten Schätzungen der Polizei entstand ein erheblicher Sachschaden in Höhe von circa 20.000 Euro. Die Ermittlungen zur genauen Ursache des Christbaumbrandes dauern an. In diesem Zusammenhang warnt die Feuerwehr erneut davor, dass trockene Nadelbäume in Innenräumen bereits durch kleinste Zündquellen wie Wunderkerzen oder defekte Lichterketten in Sekundenschnelle wie Fackeln abbrennen können.

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