Am Freitagnachmittag, 16.01.2026 sorgte eine heftige Auseinandersetzung im Neu-Ulmer Vorfeld für ein massives Aufgebot an Sicherheitskräften. Was als Streit um entwendete Autoreifen begann, eskalierte in der Straße Am Escheugraben völlig.
Notruf meldet Messerattacke: Polizei rückt mit Großaufgebot an
Gegen 14:30 Uhr ging beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West ein dramatischer Notruf ein. Da zunächst gemeldet wurde, dass es zu Stichen mit einem Messer gekommen sei, wurde sofort ein Großaufgebot in Marsch gesetzt.
Neben mehreren Streifen der Polizeiinspektion Neu-Ulm eilten Unterstützungskräfte aus Senden, Beamte der Zentralen Ergänzungsdienste (ZED) Neu-Ulm sowie die Verkehrspolizei Günzburg zum Einsatzort.
Reifenstreit führt zu Gewalt und Pkw-Angriff
Vor Ort trafen die Beamten auf zwei türkische Staatsbürger, zwischen denen es bereits öfter Konflikte gegeben haben soll. Die Ermittlungen zum Tathergang ergaben widersprüchliche, aber hochbrisante Aussagen:
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Angriff mit Pkw: Einer der Kontrahenten soll absichtlich mit seinem Fahrzeug auf seinen Widersacher zugefahren sein und diesen anschließend durch Schläge in den Bauch attackiert haben.
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Messerbedrohung: Der andere Beteiligte gab an, mit einem Messer bedroht, geschlagen und massiv in seiner Heimatsprache beleidigt worden zu sein.
Entgegen der Erstmeldung im Notruf gab es glücklicherweise keine lebensgefährlichen Stichverletzungen. Beide Männer erlitten laut Polizei lediglich leichte Verletzungen und lehnten eine weitere medizinische Behandlung vor Ort ab.
Platzverweis und Strafverfahren
Nach Abschluss der polizeilichen Erstmaßnahmen wurden die Beteiligten entlassen. Dem Mann, der nicht an der Einsatzörtlichkeit wohnhaft ist, wurde ein strikter Platzverweis erteilt, dem er schließlich nachkam.
Die Polizei Neu-Ulm hat die Ermittlungen aufgenommen. Gegen beide Männer wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet. Die Klärung des genauen Hergangs sowie der Hintergründe zum mutmaßlichen Reifendiebstahl ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungsarbeit.









