Am Donnerstagvormittag, 15.01.2026 lieferte sich ein Jugendlicher in Leutkirch im Allgäu eine gefährliche Verfolgungsjagd mit der Polizei. Trotz eines riskanten Fluchtmanövers über Gehwege konnte die Identität des Fahrers schnell geklärt werden.
Flucht über Gehwege und Poller
Beamte des Polizeireviers Leutkirch wurden im Bereich der Hermann-Neuner-Straße auf einen auffällig umgebauten Motorroller aufmerksam. Als die Polizisten den Fahrer zur Kontrolle anhalten wollten, gab dieser unvermittelt Gas.
Um die Streife abzuschütteln, nutzte der Fahrer rücksichtslose Wege:
-
Er raste über einen Gehweg.
-
Er passierte eine durch Straßenpoller für Autos gesperrte Straße.
Getunter Roller: 100 km/h statt Mofa-Tempo
Lange währte die Freiheit jedoch nicht. Die Beamten entdeckten das verlassene Zweirad kurze Zeit später im Stadtgebiet. Eine Auswertung von Videoaufzeichnungen brachte schließlich die Gewissheit über die Identität des Fahrers.
Bei der Begutachtung des Motorrollers stellten die Experten fest, dass massive technische Veränderungen vorgenommen wurden. Das Kleinkraftrad war so stark getunt, dass es eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 100 km/h erreichte.
17-Jähriger stellt sich der Polizei
Noch bevor die Beamten an seiner Haustür klingeln konnten, stellte sich der 17-jährige Jugendliche selbst bei der Polizei. Sein mutmaßlicher Versuch, durch die Flucht einer Strafe zu entgehen, hat die Situation nun deutlich verschlimmert.
Den Teenager erwarten nun mehrere schwere Strafverfahren:
-
Verbotenes Kraftfahrzeugrennen: Die Flucht vor der Polizei wird rechtlich oft als „Einzelrennen“ gewertet (§ 315d StGB).
-
Fahren ohne Fahrerlaubnis: Durch die Leistungssteigerung war der Roller kein Kleinkraftrad mehr, wofür der Jugendliche nicht die erforderliche Fahrerlaubnis besaß.
-
Erlöschen der Betriebserlaubnis: Aufgrund der illegalen Umbauten.
Der Roller wurde sichergestellt. Die Ermittlungen des Polizeireviers Leutkirch dauern an.









