Ein gefährliches Hantieren mit Feuerwerkskörpern hat am Donnerstagmorgen, 15.01.2026 vor einer Schule in Memmingen zu einem Großeinsatz von Rettungsdienst und Polizei geführt. Mehrere Jugendliche wurden verletzt, als ein illegaler Böller vor Unterrichtsbeginn detonierte.
Illegaler Feuerwerkskörper aus dem Ausland
Nach den ersten Ermittlungen der Polizei hatte ein 13-jähriger Schüler einen Silvesterböller mit in die Schule gebracht. Diesen hatte er über die Weihnachtsfeiertage aus Bulgarien nach Deutschland eingeführt. Auf dem Schulgelände gab er den Feuerwerkskörper an eine 15-jährige Schülerin weiter.
Explosion in der Hand: Erhebliche Verletzungen
Die 15-Jährige zündete den Böller mit einem Feuerzeug an, während eine Gruppe weiterer Mitschüler unmittelbar daneben stand. In einem dramatischen Moment gelang es dem Mädchen nicht mehr, den brennenden Sprengkörper rechtzeitig wegzuwerfen.
Der Böller detonierte noch in ihrer Hand. Die Folgen waren verheerend:
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Die Schülerin erlitt erhebliche Verletzungen an der Hand und im Gesicht.
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Sie und mehrere umstehende Jugendliche erlitten ein schweres Knalltrauma, was zu Beeinträchtigungen des Gehörs führte.
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Ein Rettungswagen brachte die 15-Jährige zur Notversorgung in eine Klinik. Andere betroffene Schüler suchten in Begleitung ihrer Eltern eigenständig medizinische Hilfe auf.
Schwere strafrechtliche Konsequenzen
Die Polizei Memmingen hat die Ermittlungen aufgenommen. Da es sich um einen nicht zugelassenen Feuerwerkskörper handelte und Personen zu Schaden kamen, ist der Vorfall kein bloßer „Jugendstreich“ mehr.
Gegen die Beteiligten wird nun wegen folgender Delikte ermittelt:
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Gefährliche Körperverletzung
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Vergehen nach dem Sprengstoffgesetz
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Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion
Dieser Vorfall macht erneut deutlich, wie gefährlich illegale Pyrotechnik aus dem Ausland ist, die oft über eine weitaus höhere Sprengkraft verfügt als in Deutschland zugelassene Produkte.









