Ein heftiger Streit in einem Wohngebiet im Ulmer Stadtteil Böfingen endete am Mittwochabend, 14.01.2026 mit einer blutigen Auseinandersetzung. Ein 49-jähriger Mann steht im Verdacht, seinen 41-jährigen Kontrahenten mit einem Messer schwer verletzt zu haben. Mittlerweile wurde gegen den Tatverdächtigen Haftbefehl erlassen.
Streit eskaliert: Messerstich in den Oberkörper
Gegen 21:30 Uhr gerieten die beiden Männer in der Ulmer Vorstadt zunächst verbal aneinander. Im Verlauf des Konflikts eskalierte die Situation jedoch völlig: Der 49-jährige Tatverdächtige soll ein Messer gezogen und dem 41-Jährigen damit gezielt in den Oberkörper gestochen haben.
Auch der Angreifer selbst kam bei der Auseinandersetzung nicht ungeschoren davon. Er erlitt Frakturen im Gesicht sowie an der Hand. Beide Beteiligten verblieben bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeikräfte am Tatort.
Festnahme und medizinische Versorgung
Die Polizei konnte den 49-jährigen Tatverdächtigen vor Ort widerstandslos vorläufig festnehmen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurden beide Männer vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser transportiert. Nach aktuellen Informationen besteht für den 41-Jährigen glücklicherweise keine Lebensgefahr.
Staatsanwaltschaft Ulm erwirkt Haftbefehl
Die juristischen Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten. Die Staatsanwaltschaft Ulm beantragte aufgrund der Schwere der Tat einen Haftbefehl. Da der 22-Jährige am Donnerstag aufgrund seiner Verletzungen noch nicht vernehmungsfähig war, erfolgte die Vorführung vor den Haftrichter am Amtsgericht Ulm am heutigen Freitag (16.01.2026).
Der Richter setzte den Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in Vollzug. Der Mann wurde im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Die Ermittlungen zum genauen Hintergrund des Streits und zum Tathergang dauern weiterhin an.









