Gebäudebrand in Stetten: Dachgeschoss in Flammen – schwieriger Einsatz mit Drehleiter und Stromgefahr

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Am Mittwochmorgen, 14.01.2026, ging gegen 04:45 Uhr bei der Integrierten Leitstelle Donau-Iller über den Notruf 112 die Meldung zu einem Gebäudebrand in Stetten (Landkreis Unterallgäu) ein. Gemeldet wurde offenes Feuer im Bereich des ausgebauten Dachgeschosses eines Wohnhauses in der Hauptstraße. Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte war der Brand an den Dachgauben deutlich sichtbar.

Große Alarmierung: Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Energieversorger vor Ort

Umgehend wurden die Feuerwehr Stetten, die Feuerwehr Mindelheim sowie umliegende Wehren alarmiert. Zusätzlich rückten Rettungsdienst und Notarzt, ein THW-Fachberater, die Polizei und der Stromversorger an. Der Einsatz entwickelte sich schnell zu einer komplexen Lage, da neben der Brandbekämpfung auch Gefahren durch die Infrastruktur berücksichtigt werden mussten.

Enge Zufahrt, steile Lage: Drehleiter-Einsatz erschwert

Für die Einsatzkräfte war die Brandbekämpfung besonders herausfordernd, weil das Brandobjekt oberhalb der Hauptstraße lag und nur eine schmale Zufahrt zur Verfügung stand. Der Innenangriff gestaltete sich schwierig: Der Brand war bereits fortgeschritten, zudem war das Wohnhaus teilweise in Holzbauweise gefertigt – ein Faktor, der die Ausbreitung und die taktische Vorgehensweise erheblich beeinflussen kann.

Löschwasserversorgung und Außenangriff: Fokus auf die Dachgauben

Während die umliegenden Feuerwehren die Löschwasserversorgung sicherstellten und den Außenangriff mit Strahlrohren unterstützten, konzentrierte sich die Feuerwehr Mindelheim auf den Löschangriff über die Drehleiter im Bereich der Dachgauben. Um die Drehleiter näher und optimaler positionieren zu können, mussten kleinere Bäume gefällt werden.

Stromgefahr: Dachständer wird instabil, Leitungen abgeschaltet

Zusätzliche Brisanz brachte die Stromversorgung: Mehrere Stromleitungen führten über einen Dachständer zum Wohnhaus. Durch den Brand wurde dieser instabil, wodurch Leitungen auf die Hauptstraße hätten fallen können. Der Energieversorger schaltete die betroffenen Leitungen stromfrei, um das Risiko für Einsatzkräfte und Bevölkerung zu minimieren.

Glätte trotz Plusgraden: Gemeinde streut Einsatzstelle ab

Das eingesetzte Löschwasser bildete auf der Straße eine matschige, rutschige Schicht – trotz Plusgraden eine nicht zu unterschätzende Unfallgefahr. Die Gemeinde ließ den Bereich rund um die Einsatzstelle abstreuen, um das Verletzungsrisiko für Einsatzkräfte und Helfer zu reduzieren.

Bewohner in Sicherheit, zwei Hunde betreut – Brandursache noch unklar

Das Brandgebäude war beim Eintreffen der Feuerwehr bereits leer. Drei Personen und zwei Hunde wurden zunächst durch Notarzt und Rettungsdienst gesichtet und anschließend von Bekannten betreut. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe gibt es derzeit noch keine belastbaren Angaben.

Polizei und Kriminaldauerdienst ermitteln

Beamte der Polizeiinspektion Mindelheim nahmen zunächst die ersten Ermittlungen an der Brandstelle auf, wurden jedoch kurze Zeit später vom Kriminaldauerdienst der KPI Memmingen abgelöst. Die Untersuchungen laufen.

+ POLIZEIMELDUNG +

Am Mittwoch, den 14.01.2026, ereignete sich in den frühen Morgenstunden in Stetten der Brand eines Doppelhauses. Ein im Brandobjekt wohnhaftes Ehepaar wurde durch das Bellen ihrer Hunde geweckt. Sie entdeckten im Dach der benachbarten Haushälfte einen Brand und weckten umgehend die dortige Bewohnerin, sodass auch sie ins Freie gelangen konnte. Sowohl das Ehepaar als auch deren 47-jährige Nachbarin blieben unverletzt. Die alarmierten Feuerwehren trafen kurze Zeit später ein und begannen mit der Brandbekämpfung. Das Feuer konnte soweit unter Kontrolle gebracht werden, dass ein vollständiges Abbrennen des Gebäudes verhindert werden konnte. Dennoch sind beide Haushälften durch das Feuer und Löschwasser stark beschädigt und nicht mehr bewohnbar. Der Schaden wird aktuell auf ca. 400.000 Euro beziffert. Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Am Einsatz waren die Feuerwehren aus Stetten, Mindelheim, Apfeltrach, Dirlewang, Ober- und Unterkammlach sowie der Rettungsdienst und das THW Memmingen beteiligt. Da die Stromleitungen zum Haus gekappt werden mussten, kam es bei mehreren benachbarten Gebäuden zu einem Stromausfall. Die Arbeiten der Elektrizitätswerke zur Wiederherstellung der Stromversorgung werden noch voraussichtlich bis zum Nachmittag dauern. Im Rahmen des Einsatzes kam es zudem zu Straßensperrungen. Beamte der PI Mindelheim und des KDD Memmingen übernahmen vor Ort die polizeilichen Maßnahmen. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zur Klärung der Brandursache, werden vom zuständigen Fachkommissariat der KPI Memmingen geführt.

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