Massenkarambolage auf der B173 bei Lichtenfels: 20 Fahrzeuge in schweren Glatteis-Unfall verwickelt

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Extreme Glätte hat am Montagabend, 12.01.2026 auf der B173 bei Lichtenfels zu einem Verkehrschaos und einer folgenschweren Massenkarambolage geführt. Zwischen den Anschlussstellen Lichtenfels-Ost und Lichtenfels-West verwandelte sich die Fahrbahn in eine Eisfläche, die selbst für Winterdienste zur unüberwindbaren Herausforderung wurde.

20 Fahrzeuge kollidieren auf spiegelglatter Fahrbahn

Gegen 18:45 Uhr nahm das Unheil seinen Lauf: Auf der spiegelglatten Bundesstraße verloren zahlreiche Autofahrer die Kontrolle. Nach aktuellem Stand der Polizeiinspektion Lichtenfels waren insgesamt 20 Fahrzeuge an dem Massenunfall in Fahrtrichtung Kronach beteiligt, darunter ein Sattelzug und kurioserweise sogar ein Streufahrzeug des Winterdienstes.

Die Situation vor Ort gestaltete sich dramatisch: Aufgrund der extremen Straßenglätte konnten die Räum- und Streufahrzeuge zunächst gar nicht bis zur Unfallstelle vordringen, da sie selbst kaum Halt auf der Fahrbahn fanden.

13 Verletzte und schwierige Rettungsarbeiten

Die Bilanz der Kollisionen ist erschreckend. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden:

  • 11 Personen leicht verletzt

  • 2 Personen schwer verletzt

Die Schwerverletzten wurden umgehend in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Da die B173 in diesem Bereich aufgrund einer Baustelle ohnehin nur einspurig befahrbar ist, gestalteten sich die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen als äußerst schwierig. Insgesamt zehn Fahrzeuge waren so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden mussten.

Frontalzusammenstoß bei Michelau und Vollsperrung

Während die Beamten mit der Aufnahme der Massenkarambolage beschäftigt waren, krachte es nur drei Kilometer weiter erneut. Auf Höhe der Abfahrt Michelau stießen zwei Pkw frontal ineinander. Allein bei diesem Unfall entstand ein Sachschaden von mindestens 20.000 Euro.

B173 bis Mitternacht gesperrt

Die B173 blieb zwischen Lichtenfels-Ost und -West für mehrere Stunden komplett gesperrt. Erst im Laufe des späten Abends konnten erste feststeckende Fahrzeuge von der Bundesstraße geleitet werden. Die Polizei geht davon aus, dass die Sperrung aufgrund der aufwendigen Abschlepparbeiten mindestens bis Mitternacht andauern wird.

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