Festnahme in Lindau: Sommerreifen im Winter überführen mehrfach gesuchten 43-Jährigen

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Die winterlichen Straßenverhältnisse in Lindau wurden einem 43-jährigen Autofahrer am Wochenende zum Verhängnis – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Was als Routinekontrolle wegen falscher Bereifung begann, endete für den deutschen Staatsangehörigen mit einer Festnahme und der Aufdeckung zahlreicher Straftaten.

Sommerreifen und fehlender Versicherungsschutz

Zivilfahnder der Grenzpolizeiinspektion (GPI) Lindau wurden im Stadtgebiet auf einen Pkw aufmerksam, der sichtlich mit den glatten Straßen zu kämpfen hatte. Bei der anschließenden Kontrolle staunten die Beamten nicht schlecht: Das Fahrzeug war bei winterlichen Bedingungen mit Sommerreifen ausgestattet.

Doch damit nicht genug: Eine Überprüfung ergab, dass der Wagen bereits seit November keinen gültigen Versicherungsschutz mehr besaß. Die Weiterfahrt wurde dem Mann umgehend untersagt.

Fahndungserfolg: Zwei Haftbefehle und drei Suchnotierungen

Bei der Überprüfung der Personalien des Fahrers stießen die Beamten auf ein langes Sündenregister. Der 43-Jährige wurde von den deutschen Strafverfolgungsbehörden massiv gesucht:

  • Drei Aufenthaltsermittlungen: Verschiedene Staatsanwaltschaften suchten den Mann bereits zur Klärung laufender Verfahren.

  • Zwei offene Haftbefehle: Gegen den Beschuldigten lagen zwei vollstreckbare Haftbefehle vor.

Festnahme und teurer Freikauf

Der Mann wurde vor Ort festgenommen. Einen der Haftbefehle konnte er nur abwenden, indem er eine Ersatzfreiheitsstrafe von knapp 1.200 Euro sofort beglich. Der zweite Haftbefehl wurde ihm gegen Bestätigung ausgehändigt. Da sein aktueller Wohnsitz in der Schweiz nun offiziell festgestellt werden konnte, haben die Justizbehörden nun wieder Zugriff auf den Mann, um die ausstehenden Verfahren fortzuführen.

Rechtliche Konsequenzen

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte der 43-Jährige die Dienststelle verlassen – allerdings zu Fuß. Sein Pkw blieb aufgrund der fehlenden Versicherung und der falschen Bereifung stehen. Ihn erwarten nun neue Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie Bußgelder wegen der Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr.

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