Winterchaos auf der B19: Missachtete Schneekettenpflicht legt Verkehr nach Oberstdorf lahm

-

Der angekündigte Wintereinbruch hat am Samstag, 10.01.2026 im südlichen Oberallgäu für erhebliche Probleme gesorgt. Besonders auf der Bundesstraße 19 ging zeitweise nichts mehr, weil die Ausrüstung vieler Autofahrer den Bedingungen nicht gewachsen war. Auch im Dienstbereich der Polizei Immenstadt häuften sich die Unfälle.

Am stärksten betroffen war am Samstagnachmittag (10.01.) der südliche Abschnitt der B19 in Richtung Kleinwalsertal. Zwischen 14:30 Uhr und 18:00 Uhr kam der Verkehr hier zeitweise vollständig zum Erliegen.

B19 blockiert: Ohne Ketten keine Chance

Ursache für das Verkehrschaos war laut Polizei Oberstdorf das Verhalten mehrerer Verkehrsteilnehmer, die die angeordnete Schneekettenpflicht ignorierten. Die Folgen waren gravierend: Fahrzeuge ohne Ketten blieben an den Steigungen hängen oder gerieten ins Rutschen und blockierten die Fahrbahn. Dies hatte weitreichende Konsequenzen: Sogar der Linienverkehr ins Kleinwalsertal musste eingestellt werden. Die Freiwillige Feuerwehr Oberstdorf rückte aus, um den Verkehr zu regeln, damit die Räumfahrzeuge des Winterdienstes überhaupt eine Chance hatten, die Straße wieder freizubekommen.


Unfallschwerpunkt Immenstadt: Crash beim Auffahren

Auch weiter nördlich, im Bereich Immenstadt, forderte das Wetter und Unachtsamkeit Tribut. Am frühen Samstagabend krachte es erneut an einer bekannten Gefahrenstelle: der Auffahrt von der Staatsstraße 2006 auf die B19 in Richtung Kempten.

Ein 30-jähriger Autofahrer wollte nach links auf die Bundesstraße auffahren, übersah dabei jedoch einen entgegenkommenden Pkw. Die 23-jährige Vorfahrtsberechtigte konnte auf der winterlichen Fahrbahn nicht mehr rechtzeitig bremsen. Es kam zum Zusammenstoß. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, der Sachschaden beläuft sich jedoch auf rund 8.500 Euro.

Polizei warnt: Bußgelder bei Glätteunfällen

Zusätzlich verzeichnete die Polizeiinspektion Immenstadt über den ganzen Samstag verteilt mehrere witterungsbedingte Unfälle im gesamten Dienstgebiet. Der Gesamtschaden liegt hier im mittleren fünfstelligen Bereich.

Die Beamten richten angesichts der Lage einen dringenden Appell an alle Autofahrer: Bei Schnee und Eis gilt nicht das Tempolimit auf dem Schild, sondern das, was die Physik zulässt. Wer aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Rutschen gerät und einen Unfall baut, muss mit einer Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeige rechnen.

spot_img