Es war der Startschuss für die heiße Phase der fünften Jahreszeit: Am Samstag, 10.01.2026 (10.01.2026) fand in Illertissen der erste große Faschingsumzug der Region statt. Rund 2.000 Besucher feierten trotz Schneefalls. Die Polizei zieht eine überwiegend positive Bilanz, musste jedoch bei einigen alkoholbedingten Eskalationen eingreifen.
Rund 45 Gruppen zogen durch die Innenstadt und sorgten für ein buntes Bild im Schneegestöber. Anschließend verlagerte sich das Geschehen in das große Festzelt im Illertisser Norden. Um die Sicherheit zu gewährleisten, war die Polizeiinspektion Illertissen mit starken Kräften vor Ort, unterstützt von den Zentralen Einsatzdiensten Neu-Ulm, der Bundespolizei, dem Jugendamt sowie Feuerwehr und Rettungsdienst.
Während der Großteil der Narren friedlich feierte, sorgte der Alkoholpegel bei einigen Gästen für aggressive Aussetzer.
Bierflasche gegen den Kopf: 19-Jähriger im Krankenhaus
Der schwerwiegendste Vorfall ereignete sich im Bereich des Festzeltes. Zwei 19-jährige Männer gerieten in einen Streit, der blutig endete. Einer der Kontrahenten schlug seinem Gegenüber eine Bierflasche gegen den Kopf. Das Opfer erlitt eine Platzwunde und musste im Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Gegen den Angreifer läuft nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.
Streit unter Frauen: Ohrring herausgerissen
Auch unter den weiblichen Gästen (Alter 17 bis 22) kam es zu Handgreiflichkeiten. Drei alkoholisierte Frauen gerieten so heftig aneinander, dass einer Beteiligten der Ohrring aus dem Ohrloch gerissen wurde. Die anderen beiden klagten über Schmerzen im Gesichtsbereich.
Illegale „Vapes“ und Kletteraktionen am Bauzaun
Schon im Vorfeld des Umzuges legte die Polizei ein Augenmerk auf den Jugendschutz. Bei Kontrollen wurden bei mehreren Jugendlichen E-Zigaretten, sogenannte „Vapes“, sichergestellt. Die Beamten gehen davon aus, dass diese aus illegalen Quellen stammen; weitere Ermittlungen laufen.
Am Festzelt versuchten zudem mehrere Jugendliche, sich den Eintritt zu sparen und kletterten über die Umzäunung. Dabei wurde der Zaun beschädigt. Ein 15-jähriges Mädchen konnte vom Sicherheitsdienst geschnappt und der Polizei übergeben werden. Sie wurde von ihren Eltern abgeholt und muss sich – wie die anderen flüchtigen Zaunkletterer – wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten.
Trotz dieser Vorfälle spricht die Polizei Illertissen von einem „unter dem Strich reibungslosen Ablauf“ angesichts der großen Menschenmenge.








