🇦🇹 Bergnot in der Kelchsau (A): Zwei Münchner Skitourengeher im Schneesturm verirrt – Nächtliche Rettung

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Ein Skitouren-Ausflug endete für zwei Männer aus dem Raum München am Samstag, 10.01.2026 mit einem nächtlichen Rettungseinsatz. Dichter Nebel und Neuschnee brachten die Alpinisten in der Kelchsau in eine ausweglose Lage.

Die beiden deutschen Staatsangehörigen, 33 und 49 Jahre alt, starteten ihre Tour am Samstagmorgen gegen 09:00 Uhr. Ausgangspunkt war der sogenannte „Lange Grund“ bei der Erla-Brennhütte in der Tiroler Kelchsau. Ursprünglich wollten die Männer den Bärentalkopf besteigen.

Planänderung wegen Neuschnee

Doch die winterlichen Bedingungen machten den beiden Münchnern schon beim Aufstieg einen Strich durch die Rechnung. Da aufgrund der massiven Neuschneemengen keine Aufstiegsspuren zum Bärentalkopf mehr erkennbar waren, disponierten die Tourengeher um. Sie entschieden sich, einer vorhandenen Spur in Richtung der Hohen Pallspitze (2.538 m) zu folgen. Diesen Gipfel erreichten sie erst am späten Nachmittag gegen 15:00 Uhr.

Notruf in der Dämmerung: Nebel und Orientierungsverlust

Der Rückweg wurde zum Problem: Dichter Nebel zog auf, und anhaltender Schneefall nahm den Alpinisten jegliche Sicht. Sie verloren die Orientierung und fanden den Weg ins Tal nicht mehr. Gegen 17:00 Uhr – mit einbrechender Dunkelheit – setzten sie schließlich einen Notruf ab.

Nächtlicher Einsatz für Bergrettung und Alpinpolizei

Die alarmierte Bergrettung Hopfgarten rückte mit 13 Mann aus, unterstützt von zwei Beamten der Alpinpolizei Kitzbühel. Den Einsatzkräften gelang es, die Position der Verstiegenen zu lokalisieren. Gegen 20:20 Uhr konnten die Retter die beiden Deutschen unverletzt antreffen.

Die Männer waren laut Polizei gut ausgerüstet, was bei den herrschenden Temperaturen entscheidend war. Gemeinsam mit den Rettern fuhren sie ein Stück ab, bevor sie mit einem Geländefahrzeug der Bergrettung sicher zurück zum Ausgangspunkt gebracht wurden.

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