Friedrichshafen-Ost: Regionalzug erfasst Bootsanhänger auf Gleisen – Notbremsung, keine Verletzten

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Auf der Bahnstrecke Friedrichshafen nach Lindau (Bodensee) ist es am späten Samstagabend, 03.01.2026, zu einem Zwischenfall gekommen, der trotz erheblicher Gefahr glimpflich ausging: Im Bereich Lindauer Straße / Seewiesenstraße in Friedrichshafen-Ost gelangte ein leerer Bootsanhänger über eine Böschung auf die Bahngleise.

Regionalzug erfasst Anhänger – Notbremsung eingeleitet

Ein Regionalzug in Richtung Lindau (Bodensee) erfasste den Anhänger und musste eine Notbremsung einleiten. Im Zug befanden sich nach aktuellem Stand 27 Fahrgäste. Verletzt wurde niemand – weder Fahrgäste noch der Zugführer.

Zug kommt nach 500 Metern zum Stillstand

Nach der Notbremsung kam der Zug in der Nähe einer Kleingärtneranlage nach rund 500 Metern zum Stehen. Die Feuerwehr Friedrichshafen sowie Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) kümmerten sich um die Betroffenen und brachten sie in einen Betreuungsraum. Von dort aus wurden die Fahrgäste anschließend mit einem Bus an ihr Ziel weitergebracht.

Feuerwehr birgt verkeilten Anhänger – Ermittlungen laufen

Die Feuerwehr musste den komplett unter dem Regionalzug verkeilten Anhänger bergen. Die Bundespolizei, unterstützt von der Polizei Friedrichshafen, übernahm die Ermittlungen vor Ort. Derzeit ist unklar, warum der Bootsanhänger über die Böschung auf die Schienen gerollt ist.

Zeugenaufruf der Bundespolizei

Die Bundespolizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die im Bereich Lindauer Straße / Seewiesenstraße relevante Beobachtungen gemacht haben oder dort verdächtige Personen/Fahrzeuge gesehen haben, sich zu melden. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, wird nachberichtet.

+ POLIZEIMELDUNG +

Kurz nach 23:00 Uhr am 3. Januar 2026 kollidierte bei Friedrichshafen ein Regionalexpress mit einem auf dem Gleis stehenden Bootsanhänger.

Der Triebfahrzeugführer des RE konnte kurz nach Ausfahrt aus dem Bahnhof Friedrichshafen Ost in Richtung Lindau einen Gegenstand auf dem Gleis erkennen und leitete umgehend eine Schnellbremsung des bereits mit 110 km/h fahrenden Zuges ein. Ein Zusammenstoß mit dem leeren Anhänger konnte jedoch nicht mehr verhindert werden. Kräfte der Feuerwehr mussten den unter dem Triebwagen verkeilten Anhänger herausschneiden. Der RE konnte zu einem späteren Zeitpunkt in eine Wartungshalle gefahren werden.

Von den 24 Reisenden und dem Zugpersonal wurde bei dem Vorkommnis niemand verletzt. Sie wurden aus dem Zug gebracht und mit einem von der Bahn bereitgestellten Bus weitertransportiert. Die eingleisige Strecke war für die Dauer der Maßnahmen bis 02:48 Uhr am Morgen des 4. Januar gesperrt. An dem Einsatz waren neben Bundes- und Landespolizei auch Feuerwehr, Rettungsdienst und Bahnmitarbeiter beteiligt. Unter anderem zur Fertigung von Übersichtsaufnahmen wurde ein Hubschrauber der Bundespolizei eingesetzt.

Die Bundespolizeiinspektion Konstanz ermittelt nun, wie der Bootsanhänger auf der freien Strecke auf die Gleise kam und ob die Kollision mutwillig herbeigeführt wurde. Zeugen, die Hinweise auf den Unfallhergang geben können, werden gebeten sich bei der Bundespolizeiinspektion Konstanz unter 07531 – 12880 oder der kostenfreien Servicehotline unter 0800 – 6888000 zu melden.

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