Ingolstadt/Wuppertal: Fälscherwerkstatt ausgehoben – Drei Verurteilungen, zwei Tatverdächtige in U-Haft

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Unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Ingolstadt gelang der Kriminalpolizei Ingolstadt – unterstützt vom LKA Bayern, LKA NRW, dem österreichischen und deutschen BKA, der Kripo Wuppertal sowie einem Experten des nationalen Falschgeldanalysezentrums der Deutschen Bundesbank – ein bedeutender Erfolg gegen eine bundesweit agierende Fälscherstruktur.

Ausgangspunkt waren ab Oktober/November 2024 in der Region Ingolstadt vermehrt aufgetauchte 50-Euro-Falsifikate mit auffällig guter Qualität. Ermittlungen führten zunächst zu vier jungen Männern (22, 27, 27, 28), die über Messenger-Bestellungen größere Mengen „Blüten“ bezogen und u. a. in Ingolstadt, Augsburg, München und Regensburg verausgabten. Über 30 Taten konnten nachgewiesen werden. Drei Ingolstädter wurden dafür im September 2025 wegen banden- und gewerbsmäßiger Geldfälschung vom Landgericht Ingolstadt rechtskräftig verurteilt.

Parallel verfolgten die Ermittler konsequent die Liefer- und Kommunikationsketten. Im September 2025 verdichtete sich der Verdacht gegen einen 32-Jährigen aus Wuppertal als Hersteller/Anbieter/Lieferant, unterstützt von seiner 40-jährigen Lebensgefährtin.

Am 20. Oktober 2025 schlugen die Kräfte in einer groß angelegten Durchsuchungsaktion zu:

  • Festnahme der beiden Tatverdächtigen; im Fahrzeug des 32-Jährigen wurden 333 falsche 50-Euro-Scheine (davon 165 noch nicht final zugeschnitten) sichergestellt.

  • In der Wohnung entdeckten Einsatzkräfte eine top ausgestattete Druckerwerkstatt mit 13 Druckern; die Geräte liefen beim Zugriff teils noch und produzierten seitenweise Falschgeldbögen.

  • Gesichert wurden Falsifikate im Nennwert von ca. 100.000 Euro, umfangreiche Beweismittel und mehrere Wallets (Auswertung andauernd).

  • Im Vermögensarrest wurden zwei Fahrzeuge und weitere Wertgegenstände gesichert.

Gegen die beiden Beschuldigten aus NRW erließ das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaftbefehle; sie wurden nach Vorführung in bayerische JVA überstellt. Die Ermittlungen dauern an.

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