Günzburg/A8: Sattelzug wegen mangelhafter Ladungssicherung und Überbreite stillgelegt

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Eine Streife der Verkehrspolizei Günzburg hat auf der Autobahn A8 einen tschechischen Sattelzug aus dem Verkehr gezogen, der mit einer Reihe gravierender Verstöße unterwegs war.

Den Beamten fiel der Sattelzug auf, weil er offensichtlich zu breit war und so nicht genehmigungsfähig schien. Bei der anschließenden Kontrolle bestätigte sich der Verdacht: Der 48-jährige moldauische Berufskraftfahrer konnte für die Überbreite keine entsprechende Ausnahmegenehmigung vorweisen.

Um seine Ladung transportieren zu können, war der Fahrer mit geöffneten Hecktüren unterwegs. Dadurch wurde die zulässige Fahrzeugbreite überschritten. Zudem waren die außen an der Plane angeschlagenen Hecktüren unzureichend gesichert, sodass die Gefahr bestand, dass sie während der Fahrt aufschwingen und andere Verkehrsteilnehmer gefährden könnten.

Auch die Ladungssicherung war mangelhaft: Auf dem Sattelzug befanden sich mehr als 22 Tonnen Armierungsstahl, die nur unzureichend gesichert waren. Darüber hinaus ragte die Ladung nach hinten zu weit aus dem Auflieger heraus.

Die Verkehrspolizei Günzburg unterband die Weiterfahrt. Gegen den Fahrer wurde eine Sicherheitsleistung im unteren dreistelligen Bereich erhoben. Aufgrund der festgestellten Mängel musste die Ladung auf ein geeignetes Fahrzeug umgeladen werden.

Gegen die verantwortliche tschechische Spedition wurde ein Gewinnabschöpfungsverfahren eingeleitet, da sie ein nicht geeignetes Fahrzeug für den Transport eingesetzt hatte. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass eine ordnungsgemäße Ladungssicherung und die Einhaltung der Fahrzeugabmessungen wesentliche Voraussetzungen für die Verkehrssicherheit auf der Autobahn sind.

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