In der Nacht auf Mittwoch, 12. November 2025, 03:55 Uhr, sprengten Unbekannte den Geldautomaten der VR-Bank Memmingen eG in der Dorfstraße 35 in Haselbach im Unterallgäu. Die Filiale liegt in einem Wohn- und Geschäftsgebäude; Verletzte gab es nicht. Die Täter flüchteten in einem dunklen Fahrzeug in unbekannte Richtung. Das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) übernahm die Ermittlungen; der verwendete Sprengstoff wird im Kriminaltechnischen Institut (KTI) analysiert. Zur Beute macht die Polizei keine Angaben. Nach aktueller Spurenlage löste die Einfärbetechnik des Automaten aus, so das BLKA auf Anfrage.

Nur Stunden später, in der Nacht auf Donnerstag, 13. November 2025, kam es auf der A4 nahe Frechen (Raum Köln) zu einem Verkehrsunfall: In einem verlassenen Unfallwagen mit niederländischem Kennzeichen fanden Einsatzkräfte Sprengmittel sowie Kanister mit Benzin. Zeugen sahen mindestens zwei Insassen zu Fuß flüchten. Die A4 wurde beidseitig voll gesperrt, Spezialisten des LKA NRW nahmen eine kontrollierte Sprengung in einem Waldstück vor. Die Ermittler prüfen einen Zusammenhang zur Geldautomatensprengung in Haselbach.
Das BLKA bestätigt den eng abgestimmten Austausch mit dem BKA, den Landeskriminalämtern sowie ausländischen Polizeidienststellen (insbesondere Niederlande). Ob die verunfallten Automatensprenger mit der Tat im Unterallgäu in Verbindung stehen, ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Navigationsgeräte, Mobiltelefone und weitere Datenträger werden forensisch ausgewertet – Ergebnisse können mehrere Wochen dauern.

Hinweise:
Zeugen, die in Haselbach/Eppishausen (Nacht zum 12.11.) verdächtige Personen/Fahrzeuge gesehen haben – insbesondere dunkle, hochmotorisierte Pkw – oder die zum A4-Unfall (Nacht zum 13.11.) sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.









