Im Landkreis Oberallgäu haben dreiste Callcenter-Betrüger ein 82-jähriges Ehepaar um Bargeld und Edelmetalle im niedrigen sechsstelligen Bereich gebracht. Am 04.11.2025 meldeten sich eine Frau und ein Mann telefonisch und gaben sich als Polizeibeamte aus. Unter dem Vorwand, in der Nachbarschaft seien Einbrecher festgenommen worden und weitere Täter seien noch auf der Flucht, setzten sie das Paar massiv unter Druck: Wertsachen sollten „zur sicheren Verwahrung“ in einem Kochtopf vor der Haustür bereitgestellt werden. Während die Telefonverbindung gehalten wurde, holte ein unbekannter Abholer die Wertgegenstände ab.
Eine Täterbeschreibung liegt nicht vor. Die Kriminalpolizei Kempten hat die Ermittlungen übernommen.
Laut Polizeipräsidium Schwaben Süd/West wurden im Vorjahr rund 159 Fälle dieser „falscher Polizeibeamter“-Masche registriert; in 9 Fällen waren die Täter erfolgreich (Beute ca. 280.000 Euro). Im laufenden Jahr sind bereits rund 400 Taten gemeldet, 10 davon erfolgreich (Beute ca. 220.000 Euro). Die Polizei warnt eindringlich vor der perfiden Vorgehensweise.
So schützen Sie sich (Polizei-Tipps):
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Die Polizei holt niemals Geld oder Wertsachen bei Ihnen ab und fordert keine Geldbeträge am Telefon.
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Keine Anrufe von „110“: Diese Nummer erscheint nicht als Absender.
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Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie auf.
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Keine Unbekannten in die Wohnung lassen; Dienstausweis verlangen.
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Bei Zweifeln selbst die Dienststelle über eine eigenständig recherchierte Nummer anrufen.
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Keine Angaben zu Vermögen, Konten oder Wertsachen am Telefon.
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Informieren Sie Angehörige und Nachbarn über die Betrugsmasche.









