Im Cold-Case-Verfahren zum Tötungsdelikt von 1985 in Deggingen hat die Polizei am Donnerstag, 06.11.2025, ein Wohnanwesen in Schwendi, Lkrs. Biberach/Riss durchsucht. Eingesetzt waren Durchsuchungskräfte der Kriminalpolizei Ulm sowie Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz. Neben einem Spezialfahrzeug kam eine Sonde zur Feststellung von Hohlräumen zum Einsatz.
Die Ermittler fanden und stellten zahlreiche Asservate sicher, die nun von der Kriminalpolizei Göppingen ausgewertet werden. Der Tatverdächtige, gegen den sich die Maßnahme richtete, wurde am Abend wieder entlassen.
Hintergrund: Im Februar 1985 war in Deggingen eine 31-jährige, wohnsitzlose Küchenhilfe getötet worden. Spaziergängerinnen entdeckten die Frau am 10. März 1985 im Bereich Winterhalde. Laut Obduktion war massive Gewalt gegen Oberkörper und Kopf eingesetzt worden; das Verletzungsmuster ähnelte einem Überrollen durch ein Fahrzeug. Ein sexueller Zusammenhang gilt als sehr wahrscheinlich.
Neue Spurenanalysen und Aktenauswertungen der beim Kriminalkommissariat Göppingen eingerichteten „Ermittlungsgruppe Oberberg“ führten zu den nun veranlassten Maßnahmen. Eine 1985 gesicherte DNA-Spur spielte dabei eine wesentliche Rolle.
Die Staatsanwaltschaft Ulm und die Kriminalpolizei setzen die Ermittlungen fort; weitere Ergebnisse der Beweisauswertung stehen aus.









